One-Click-Upsells (im Deutschen oft einfach als „One-Click-Upsell“ oder manchmal als „Ein-Klick-Upsell“ bezeichnet) sind eine effektive Marketingstrategie im E-Commerce. Sie bezeichnen ein Zusatzangebot, das dem Kunden unmittelbar nach einem getätigten Hauptkauf präsentiert wird, aber bevor die Bestellung endgültig abgeschlossen oder die Bestätigungsseite erreicht wird.
Das entscheidende Merkmal ist der geringe Reibungsverlust: Der Kunde muss keine Zahlungsdaten erneut eingeben oder durch einen langwierigen Checkout-Prozess gehen. Stattdessen kann er das Zusatzangebot mit nur einem einzigen Klick zu seiner bereits existierenden Bestellung hinzufügen. Die Zahlungsinformationen aus dem vorherigen Kauf werden automatisch übernommen.
Verwendungszweck und Kontext:
One-Click-Upsells werden genutzt, um den durchschnittlichen Bestellwert (Average Order Value, AOV) zu erhöhen. Sie sind besonders effektiv, da der Kunde bereits eine Kaufentscheidung getroffen hat und sich in einer „Käuferstimmung“ befindet. Die Hemmschwelle für einen zusätzlichen Kauf ist somit deutlich niedriger.
Typische One-Click-Upsells sind:
- Komplementärprodukte (z.B. passendes Zubehör zu einem elektronischen Gerät)
- Upgrades (z.B. eine erweiterte Garantie, ein Premium-Abonnement)
- Mengenrabatte (z.B. „Kaufe eine zweite Packung zum Sonderpreis“)
- Digitale Produkte (z.B. ein E-Book oder Online-Kurs passend zum gekauften Produkt)
Im deutschen Kontext ist der Anglizismus „One-Click-Upsell“ weit verbreitet. Wichtig ist hierbei, dass das Angebot klar und transparent kommuniziert wird und der Zusatzkauf wirklich auf einer bewussten und informierten Entscheidung des Kunden basiert. Missverständliche oder aufdringliche Praktiken können das Kundenvertrauen untergraben. Die juristische Grauzone zwischen einem tatsächlichen Kauf und einem Zusatzangebot, das scheinbar „automatisch“ hinzugefügt wird, muss vermieden werden. Der Kunde muss stets die aktive Wahl haben, das Angebot anzunehmen oder abzulehnen.
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