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Brevo im Test 2026: Was das Newsletter-Tool kostet und wo es klemmt

von Dominik Reuter | Sep. 12, 2026

TL;DR: Brevo in 30 Sekunden

  • Brevo (bis 2023 Sendinblue) ist ein Newsletter- und Marketing-Tool aus Paris mit deutscher Oberfläche, deutschem Support, Servern in Frankreich und einem AV-Vertrag, der in den AGB steckt. Wir nutzen es seit August 2026 selbst für den Ecom-Tools-Newsletter.
  • Der Einstieg ist billig: Free mit 300 Mails am Tag, Starter ab 7 €, Standard ab 15 € im Monat. Der Preis richtet sich nach dem Mailvolumen, nicht nach der Listengröße. Alle Preise netto, deutsche Kunden zahlen 19 Prozent Umsatzsteuer obendrauf.
  • Die Kontaktfalle: Die günstigen Stufen erlauben nur 500, 1.500 oder 2.500 Kontakte. Wer mehr importiert, landet automatisch in der 20.000-Mail-Stufe für 28 € (Starter) oder 55 € (Standard), auch wenn er nur 3.000 Mails im Monat verschickt. Genau das ist uns passiert.
  • Automationen sind im Free- und Starter-Tarif auf 2.000 Kontakte gedeckelt, A/B-Tests, Landingpage und Versandzeit-Optimierung gibt es erst ab Standard, WhatsApp erst ab Professional für 499 €.
  • Nutzer loben Bedienung, Preis und DSGVO-Lage, klagen aber über Kontosperrungen ohne Begründung, automatische Hochstufungen und einen Support, der oft per Vorlage antwortet. Am 10. September 2026 nutzten Angreifer eine Lücke im SSO-Login, 138 Kundenkonten waren betroffen.
  • Unsere Bewertung: 4,1 von 5. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis unter den EU-Anbietern, mit Abzügen für die Kontaktstaffel, die Automations-Grenze und den Support.
  • Selbst ausprobieren: Brevo kostenlos starten, ohne Kreditkarte und ohne Zeitlimit.

Wer in Deutschland einen Newsletter startet, hat zwei Sorgen: Wie bekomme ich die Mails in den Posteingang, und wie bleibe ich dabei auf der richtigen Seite der DSGVO. Die Antwort vieler Agenturen und Vergleichsportale lautet seit Jahren „Brevo“, früher „Sendinblue“, das Tool mit dem blauen und heute grünen Logo, das in fast jedem deutschen Newsletter-Vergleich vorne steht.

Wir haben das nicht nur nachgelesen. Seit dem 13. August 2026 läuft unser eigener Newsletter über Brevo, nach dem Umzug von MailerLite mit 2.778 Kontakten, zwei Willkommensstrecken, Double-Opt-in über die eigene Website und der Anbindung an Digistore24. Wir kennen also die Preisseite und den Alltag: Import, Freigabe der ersten Kampagne, API, Automationen und die Rechnung.

In diesem Test zeigen wir, was Brevo 2026 wirklich kostet und wo die Preisstaffel zuschnappt, welche Funktionen ein Shop-Betreiber braucht und in welchem Tarif sie stecken, wie es um Datenschutz und Zustellbarkeit steht, was Nutzer in Bewertungen berichten und wann MailerLite, CleverReach oder Klaviyo die bessere Wahl sind.

Unsere Bewertung: 4,1 / 5

Das runde Paket für deutsche Einsteiger: E-Mail, Automationen, Transaktionsmails, CRM und Chat in einem Konto, ein Free-Tarif ohne Zeitlimit, Server in der EU, deutsche Oberfläche und Rechnungen von der deutschen GmbH. Abzüge gibt es für die Kontaktstaffel, die kleine Listen teuer macht, das 2.000-Kontakte-Limit für Automationen in Free und Starter, einen Support, der bei Problemen lieber sperrt als nachfragt, und die SSO-Lücke vom September 2026.

Bedienung & Einrichtung ★★★★☆ 4,3
Funktionen & Automationen ★★★★☆ 4,2
Preis-Leistung ★★★★☆ 4,0
DSGVO & Datenstandort ★★★★½ 4,6
E-Commerce-Anbindung ★★★½☆ 3,8
Support & Kontosicherheit ★★★½☆ 3,5

🔍 Bewertet nach unserem 5-Kriterien-Testverfahren – jede Note ist nachrechenbar.

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Kein Affiliate-Link. Wir verdienen an dieser Empfehlung nichts.

Was ist Brevo?

Brevo ist eine Plattform für E-Mail-Marketing, die inzwischen weit mehr kann als Newsletter: Automationen, Transaktionsmails, SMS, WhatsApp, Web-Push, ein kleines CRM, ein Website-Chat und Terminbuchung stecken im selben Konto. Der Kern bleibt der Newsletter, und dafür nutzen die meisten Kunden das Tool: Kontakte importieren, Vorlage bauen, Kampagne planen, Öffnungen auswerten.

Gegründet wurde das Unternehmen 2012 in Paris als Sendinblue von Armand Thiberge, der es bis heute führt. Der Weg nach Deutschland lief über Berlin: 2019 kaufte Sendinblue den Berliner Anbieter Newsletter2Go mit 16.000 zahlenden Kunden, daraus wurde die heutige Brevo GmbH, die deutschen Kunden Rechnungen stellt und den deutschsprachigen Support besetzt. Im Mai 2023 folgte der neue Name, mit der Begründung, dass nur noch ein Drittel der Kunden ausschließlich Newsletter verschickt. Seitdem gilt Brevo als der europäische Gegenentwurf zu Mailchimp und HubSpot.

Die Zahlen dazu: rund 600.000 Kunden in 180 Ländern, ein Jahresumsatz, der 2025 die Marke von 200 Millionen Euro überschritten hat, profitabel seit 2023, gut 1.000 Mitarbeiter in Paris, Berlin, Wien, Sofia, Toronto und Indien. Im Dezember 2025 stiegen General Atlantic und Oakley Capital mit 500 Millionen Euro ein, seitdem ist Brevo ein „Einhorn“ und hat angekündigt, bis 2030 eine Milliarde Umsatz zu erreichen, fast die Hälfte davon durch Zukäufe. Frankreich, Deutschland und die USA machen zwei Drittel des Umsatzes aus. In Deutschland liegt Brevo nach Zählungen installierter Newsletter-Tools auf Platz vier hinter Mailchimp, CleverReach und Klaviyo.

Brevo im Video

Wie sich Brevo für einen Anfänger anfühlt, zeigt dieses deutsche Tutorial vom Februar 2026: Konto, Kontakte, erste Kampagne, Automation und CRM in gut 20 Minuten. Die Preise im Video entsprechen noch nicht ganz der Staffel unten:

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Weitere Informationen

Video: Vincent Benedikt (Brevo-Tutorial für Anfänger, Februar 2026)

Die Tarife im Überblick

Brevo rechnet anders als Mailchimp oder Klaviyo: Nicht die Zahl der Kontakte bestimmt den Preis, sondern die Zahl der Mails, die du im Monat verschickst. Das klingt nach einem Vorteil für alle, die große Listen selten anschreiben, und es ist einer. Seit 2025 hat die Logik aber einen Haken, dazu gleich mehr. Alle Preise sind Nettopreise, die Brevo GmbH stellt deutschen Kunden 19 Prozent Umsatzsteuer in Rechnung, auch mit USt-IdNr. So sehen die vier Tarife im September 2026 aus:

Tarif Preis ab (monatlich / jährlich) Mails Was dazukommt Was fehlt
Free 0 € 300 am Tag Editor, Vorlagen, Formulare, Transaktionsmails, CRM-Basis, KI-Assistent, 100.000 Kontakte speicherbar Brevo-Logo in jeder Mail, Automationen nur für 2.000 Kontakte, 1 Nutzer, Basis-Statistik
Starter 7 € / 6,33 € ab 5.000 im Monat, kein Tageslimit Web-Push, Segmentierung, E-Mail-Support Logo nur gegen 9 € extra, keine A/B-Tests, keine Landingpage, Automationen weiter auf 2.000 Kontakte
Standard 15 € / 13,50 € ab 5.000 im Monat Automationen ohne Limit, A/B-Tests, Versandzeit-KI, Heatmaps, 1 Landingpage, kein Logo, bis 3 Nutzer (Aufpreis), bevorzugter Support WhatsApp, Telefonsupport, Produktempfehlungen, Back-in-Stock
Professional 499 € / 449,08 € ab 150.000 im Monat WhatsApp, Pop-ups, Mobile-Push, 10 Nutzer, KI-Segmente, Telefonsupport, 10 Landingpages nichts, was ein Einsteiger braucht

Dazu kommt ein CRM-Baustein: Sales Free mit 50 offenen Deals und einer Pipeline ist in jedem Tarif drin, Sales Essentials für 29 € im Monat (26,08 € bei Jahreszahlung) hebt die Grenzen auf und bringt Instagram- und Messenger-Chats. Weitere Add-ons sind zusätzliche Nutzer für 9 €, SMS-Guthaben nach Land und Menge, Prepaid-Mail-Guthaben ab 5.000 Mails, das nie verfällt, und eine dedizierte IP für 251 € im Jahr, die es aber nur ab Professional gibt. Die Jahreszahlung spart 10 Prozent, der Wechsel nach oben wirkt sofort und wird anteilig berechnet, nach unten erst zum nächsten Abrechnungstag. Gemeinnützige Organisationen bekommen 20 Prozent Rabatt. Bezahlt wird per Karte, SEPA-Lastschrift (nicht bei der ersten Zahlung) oder PayPal.

Die wichtigsten Funktionen

Editor und Vorlagen. Der Drag-and-drop-Editor ist der Grund, warum Brevo in Einsteiger-Tests so gut abschneidet: Blöcke ziehen, Farben setzen, Absatz schreiben, fertig. Rund 50 Vorlagen liegen bei, weniger als bei Omnisend oder Mailchimp, für einen Shop-Newsletter reicht es. Seit 2026 rollt Brevo einen neuen Editor aus, der bei uns im August schon aktiv war und deutlich flotter reagiert als der alte. Wer Vorlagen extern baut, etwa mit Stripo, importiert sie als HTML.

Kontakte, Listen, Segmente. Brevo trennt streng zwischen Listen (in die du importierst), Segmenten (dynamische Filter) und Attributen (eigene Felder wie Herkunft oder Opt-in-Datum). Das ist mächtiger als das Gruppen-Modell von MailerLite, aber am Anfang verwirrend, in den Bewertungen ist die Listenlogik ein wiederkehrender Kritikpunkt. Gut gelöst: Abgemeldete, Bounces und Spam-Beschwerden landen automatisch auf einer Sperrliste und werden nie wieder angeschrieben, egal in welcher Liste sie stecken.

Automationen. Der Workflow-Editor kennt Auslöser wie „zur Liste hinzugefügt“, „Segment betreten“, Geburtstag, Website-Ereignisse oder Warenkorbabbruch und verzweigt nach Bedingungen. Seit April 2026 baut ein KI-Assistent den Workflow aus einer Textbeschreibung. Vorlagen für Willkommensstrecke, Warenkorbabbruch und Geburtstag liegen bei. Die Grenze steht oben: In Free und Starter dürfen nur 2.000 Kontakte einen aktiven Workflow durchlaufen, danach kommt niemand mehr hinein. Gezählt werden nur Kontakte, die tatsächlich in eine Automation eintreten, nicht die Listengröße, das haben wir mit 2.771 Kontakten im Konto und laufenden Flows selbst geprüft.

Transaktionsmails und SMTP. Bestellbestätigungen, Passwort-Mails oder Double-Opt-in-Mails aus WordPress, WooCommerce oder einer eigenen App laufen über denselben Account, per SMTP-Relay oder API, in jedem Tarif inklusive Free. Das ist der Grund, warum viele Brevo als reinen SMTP-Dienst für 7 € nutzen. Seit November 2025 gibt es eigene SMTP-Schlüssel je Anwendung statt des Master-Passworts.

KI-Assistent Aura. Der Assistent sitzt als Chatfenster im Konto und schreibt Betreffzeilen, Texte und Übersetzungen, erzeugt Bilder und baut Segmente. Seit Oktober 2025 gibt es einen MCP-Server, über den Claude oder ChatGPT direkt Kontakte und Kampagnen im Konto bearbeiten, wir nutzen den für die Vorbereitung unserer Ausgaben. KI-Segmentierung und der Datenanalyst bleiben Professional vorbehalten. Wichtig fürs Kleingedruckte: Eingaben an die KI gehen laut AGB an Drittanbieter wie OpenAI, Google und Anthropic.

CRM, Chat, Meetings. Deals, Pipelines, Terminbuchung und ein Website-Chat sind in der Free-Version drin, in Grenzen. Für einen Shop ist das nett, aber kein Ersatz für Gorgias oder ein echtes Ticketsystem. Die Mobile-App gibt es nur für Chat („Conversations“) und Telefonie, eine Kampagnen-App fehlt.

Brevo für Onlinehändler

Hier trennt sich Brevo von Klaviyo. Die Basis ist gut: Bestellungen, Produkte und Kunden werden aus dem Shop synchronisiert, daraus entstehen Segmente wie „hat in 90 Tagen nicht gekauft“ und Flows für abgebrochene Warenkörbe. Die Umsatzzuordnung je Kampagne zeigt Brevo seit Sommer 2026 mit Produkttabelle. Was fehlt, sind die E-Commerce-Extras: Produktempfehlungen, Back-in-Stock-Mails und Gutschein-Codes stecken erst im Professional-Tarif, Bewertungen und ein Tag-System gibt es gar nicht.

Shopsystem Anbindung Was du wissen musst
Shopify App „Brevo PushOwl“, 4,8 Sterne bei 2.242 Bewertungen Die alte Brevo-App ist aus dem Store verschwunden, die Nachfolgerin kommt vom 2024 übernommenen Push-Anbieter PushOwl und bringt Warenkorbabbruch, Browse-Abandonment und Push mit
WooCommerce eigenes Plugin, 30.000 Installationen, im Oktober 2025 neu gebaut Sync von Kunden, Bestellungen, Warenkörben; das allgemeine WordPress-Plugin (100.000 Installationen, 4,1 Sterne) übernimmt Formulare und SMTP
Shopware 6 Plugin eines Drittanbieters Brevo leistet dafür keinen Support; Einbahn-Sync, keine eigenen Attribute, keine Bestellbestätigung über das Plugin
JTL-Shop offizielles Plugin eingestellt Ersatz nur über die kostenpflichtige Erweiterung von WebStollen
Wix, Jimdo, Baukästen Formular-Einbettung, Zapier, Make, n8n kein Bestell-Sync, also keine Warenkorb-Flows
Digistore24, CopeCart, Etsy über Zapier/Make oder die API Käufer landen per Webhook in einer Liste, so haben wir es gelöst

Was Brevo wirklich kostet

Die 7 € aus der Werbung gelten für 5.000 Mails im Monat, und diese Stufe erlaubt nur 500 gespeicherte Kontakte. Das ist die Änderung, die viele Vergleichsseiten noch nicht abbilden: Die drei kleinsten Stufen sind seit 2025 an Kontaktgrenzen gekoppelt. So sieht die Staffel im September 2026 aus, direkt vom Preisrechner abgelesen, netto:

Mails im Monat Kontakte erlaubt Starter monatlich Standard monatlich Standard jährlich (je Monat)
5.000 500 7 € 15 € 13,50 €
10.000 1.500 14 € 29 € 26,08 €
15.000 2.500 21 € 41 € 36,92 €
20.000 500.000 28 € 55 € 49,50 €
30.000 500.000 35 € 62 € 55,83 €
50.000 500.000 47 € 79 € 71,08 €
100.000 500.000 70 € 129 € 116,08 €

Unser eigenes Rechenbeispiel. Wir haben 2.771 Kontakte im Konto und schicken zwei Ausgaben im Monat an rund 1.400 Empfänger, also unter 3.000 Mails. Rein nach Volumen wäre das die 5.000er-Stufe für 7 €. Weil die aber nur 500 Kontakte erlaubt und auch die 15.000er-Stufe bei 2.500 endet, zwang uns Brevo in die 20.000er-Stufe: 28 € im Monat im Starter, 55 € im Standard. Wir zahlen also das Vierfache des beworbenen Preises für Mails, die wir nie verschicken. Beim Umzug halbierte ein Neukunden-Rabattcode die Rechnung für die ersten Monate, das ändert am Verhältnis nichts.

Realistisch kostet Brevo einen deutschen Shop mit 3.000 Kontakten und zwei Newslettern im Monat damit 28 € (Starter, mit Brevo-Logo) oder 37 € (Starter plus Logo-Entfernung) oder 55 € (Standard mit Automationen ohne Limit), jeweils plus Umsatzsteuer. MailerLite verlangt für eine Liste dieser Größe rund 33 Dollar, CleverReach 35 € netto, Klaviyo etwa 60 Dollar. Günstig ist Brevo also nur, solange die Liste unter 2.500 Kontakten bleibt oder das Mailvolumen ohnehin hoch ist.

Brevo stuft dich automatisch hoch

Überschreitest du die Kontaktgrenze deiner Stufe, wechselt Brevo dein Abo ohne Rückfrage in die nächste Stufe und bucht den höheren Preis ab. Das steht so in der Hilfe („we will automatically upgrade your plan to the next tier“), und es ist einer der häufigsten Beschwerdegründe auf Trustpilot: Ein deutscher Nutzer sah im Mai 2026 seinen 17-Euro-Tarif nach einem Import auf 55 € springen. Brevo kündigt das per Warnmail an, bei 80 Prozent der Grenze. Wer importiert, sollte vorher aufräumen: Abgemeldete, Bounces und Karteileichen zählen als gespeicherte Kontakte mit, solange sie nicht gelöscht sind. Zurück in eine kleinere Stufe kommst du erst, wenn die Kontaktzahl wieder unter deren Grenze liegt, und nur über Kündigung und Neubuchung.

Wie sich die Preise entwickelt haben

Bis Herbst 2022 hieß das Tool Sendinblue und verkaufte Lite und Premium ab 25 Dollar für 20.000 Mails ohne Kontaktgrenze. Daraus wurden Starter und Business, und im Mai 2024 sank der Starter-Einstieg auf 9 Dollar, allerdings für nur noch 5.000 Mails. Spätestens seit Frühjahr 2025 sind die kleinen Starter-Stufen an Kontaktgrenzen gebunden, in der Brevo-Community beschweren sich Nutzer seit März 2025 über „500 Kontakte im Bezahlplan, 5.000 im Free“. Im Oktober 2025 folgte der große Umbau: Business wurde zu Standard, ein neuer Professional-Tarif ab 499 € nahm WhatsApp, Pop-ups und Produktempfehlungen mit nach oben, und Landingpages verschwanden aus dem Starter. Für Bestandskunden mit wenigen Mails und großer Liste bedeutete das eine Verdopplung bis Vervierfachung. Der Free-Tarif blieb bei 300 Mails am Tag und 100.000 Kontakten. Kleiner Trost: In Euro ist Brevo günstiger als in Dollar, Starter kostet 7 € statt 9 $, Standard 15 € statt 18 $. Auf der Trustpilot-Seite häufen sich seitdem Bewertungen zu „undurchsichtigen Kosten“, die Antworten von Brevo verweisen auf die Warnmails.

Datenschutz, Serverstandort, Rechnung

Bei diesem Punkt hat Brevo den amerikanischen Anbietern etwas voraus, das sich nicht nachbauen lässt. Vertragspartner für Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist laut AGB die Brevo GmbH in Berlin, dahinter steht die Sendinblue SAS in Paris, die Daten liegen auf eigenen Servern bei OVH in Frankreich und Deutschland sowie bei Google Cloud in Belgien, der AV-Vertrag ist Bestandteil der AGB und muss nicht extra unterschrieben werden, das Unternehmen ist nach ISO 27001 zertifiziert und lässt seine Maßnahmen vom TÜV Rheinland prüfen. Die Berliner Brevo GmbH, hervorgegangen aus dem 2019 übernommenen Newsletter2Go, stellt deutschen Kunden die Rechnung und stellt den deutschsprachigen Support.

Ganz ohne US-Bezug geht es trotzdem nicht: Cloudflare, Zendesk und Twilio stehen als Unterauftragnehmer in den AGB, die KI-Funktionen schicken Eingaben an OpenAI, Google und Anthropic, jeweils über das Data Privacy Framework und Standardvertragsklauseln abgesichert. Wer die KI nicht will, schaltet die Agenten im Konto ab. Für Formulare liefert Brevo Double-Opt-in mit Zeitstempel und Formular-ID im Kontaktprofil, das reicht für die Beweispflicht allerdings nur, wenn du das Formular auch von Brevo bauen lässt. Bei eigenen Formularen, wie bei uns, musst du Zeitpunkt und IP selbst speichern. Der Tracking-Pixel und das Website-Skript brauchen eine Einwilligung im Cookie-Banner.

Was im Alltag gut funktioniert

Der Import von 2.778 Kontakten aus MailerLite lief in einer Viertelstunde: CSV hochladen, Spalten den Attributen zuordnen, Abgemeldete und Bounces direkt als gesperrt markieren. Die Zahlen stimmten hinterher auf den Kontakt genau. Vorlagen lassen sich als HTML importieren, Listen in Ordnern sortieren, und die Segmente greifen auf Attribute zu, die wir selbst angelegt haben, etwa die Herkunft eines Kontakts oder die Reaktivierungsstufe.

Der Versand ist unaufgeregt zuverlässig. Unsere erste Ausgabe nach dem Umzug erreichte 27 Prozent gezählte Öffnungen bei 0,8 Prozent Abmeldungen und null Spam-Beschwerden, Werte, die sich in den folgenden Ausgaben gehalten haben. Die Domain-Authentifizierung mit DKIM und DMARC führt der Assistent Schritt für Schritt durch, und Brevo weist deutlich darauf hin, dass Microsoft-Postfächer ohne DMARC inzwischen abweisen.

Und Brevo ist mehr als ein Newsletter-Tool. Dass Transaktionsmails aus WordPress, die Double-Opt-in-Bestätigung von der eigenen Website und der Newsletter über einen Account laufen, spart ein zweites Werkzeug. Der MCP-Server macht Brevo für alle interessant, die Kampagnen und Kontakte mit einem KI-Assistenten vorbereiten. Und die deutschsprachige Academy erklärt die Grundlagen von Zustellbarkeit bis Segmentierung kostenlos mit Zertifikat.

Wo die Grenzen liegen

Die Kontaktstaffel. Sie ist oben ausführlich beschrieben und der wichtigste Kritikpunkt: Wer eine Liste von 3.000 Adressen hat, zahlt 28 € statt 7 €, und die automatische Hochstufung kommt bei Überschreiten ohne Rückfrage.

Das Automations-Limit. 2.000 Kontakte in Free und Starter klingen viel, sind es aber nicht: Eine Willkommensstrecke, ein Warenkorb-Flow und eine Reaktivierung teilen sich diese Grenze, und sie ist kumulativ. Wer nach einem Jahr 2.000 Neuanmeldungen hatte, dessen Willkommensmail bleibt für Nummer 2.001 stumm. Brevo warnt bei 80 Prozent, die Lösung ist der Standard-Tarif für 55 € bei einer Liste über 2.500 Kontakten.

Sperrungen ohne Erklärung. Brevo schützt seine Versand-IPs aggressiv. Konten werden nach dem ersten Import, der ersten Kampagne oder bei einer Abmelderate über einem Prozent gesperrt, teils auch bei bestätigten Listen, und die Freigabe zieht sich über Tage. Unsere erste Kampagne nach dem Tarifwechsel hing in einer manuellen Prüfung, ohne dass uns jemand vorgewarnt hätte. Bei zeitkritischen Themen ist das ein Risiko. Auf Trustpilot ist die Sperrung ohne Begründung das häufigste Ein-Stern-Thema, in den deutschsprachigen Bewertungen sind 31 Prozent Ein-Stern-Wertungen, deutlich mehr als im Gesamtschnitt.

Support nach Vorlage. Tickets gibt es in jedem Tarif, Telefon erst ab Professional, einen Live-Chat für Kunden nicht mehr, ihn hat ein KI-Assistent ersetzt. Die Antworten kommen meist binnen 24 Stunden, oft auf Deutsch, manchmal auf Englisch, und bei Sperrungen erschöpfend selten in einer Erklärung. Positive Bewertungen loben einzelne Mitarbeiter mit Namen, negative sprechen von „Bot-Support“. Beides stimmt, je nachdem, ob das Problem in eine Vorlage passt.

API mit Lücken. Automationen lassen sich nicht per API anlegen, die Vorlagen, die ein Workflow beim Einrichten kopiert, sind über die API nicht editierbar, das eingebaute Double-Opt-in verlangt eine im Editor angelegte Vorlage und lehnt per API erstellte ab, und die Listenübersicht meldet für jede Liste null Abonnenten, nur die Einzelabfrage stimmt. Wir haben für den Double-Opt-in am Ende ein eigenes Token-Verfahren gebaut. Und die IP-Sperre für API-Zugriffe ist standardmäßig aktiv, wer eine wechselnde IP hat, bekommt bis zur Freigabe nur Fehler 401.

Der SSO-Vorfall. Am 10. September 2026 nutzte ein Angreifer eine Lücke im SAML-Login: Er legte ein eigenes Konto mit SSO an, lud fremde Nutzer ein und bekam über seinen Identity-Provider Zugriff auf deren Organisationen. Brevo schloss die Lücke nach zwei Stunden, 138 Konten waren betroffen, aus 43 wurden Kontakte exportiert, über sechs gingen Phishing-Mails raus, unter anderem an 347.000 Newsletter-Empfänger des Krypto-Wallet-Herstellers Trezor. Für Einsteiger ohne SSO war die Lücke nicht ausnutzbar, sie zeigt aber, dass Brevo als Versand-Infrastruktur ein lohnendes Ziel ist. Der Vorfall ist auf der Statusseite offen dokumentiert.

Was speziell für den DACH-Raum gilt

Brevo ist unter den großen Anbietern der einzige mit Sitz in der EU, deutscher Rechnung und deutschem Support in einem. CleverReach und rapidmail sind deutscher, aber teurer und funktional kleiner, MailerLite sitzt in Litauen und rechnet in Dollar ab, Klaviyo und Mailchimp in den USA. Wer in Deutschland abmahnsicher starten will, bekommt mit Brevo AV-Vertrag, Double-Opt-in und Abmeldelink ohne Zusatzaufwand. Die Grenzen sind eher wirtschaftlich als rechtlich: die Kontaktstaffel, WhatsApp nur ab 499 € und SMS-Guthaben, das nach Land abgerechnet wird.

Was Nutzer über Brevo sagen

Auf den Händler- und Softwareportalen steht Brevo stabil bei 4,5 und besser, auf Trustpilot bei 4,0. Der Blick in die Ein-Stern-Bewertungen lohnt trotzdem, weil sie sich um wenige Themen drehen:

Plattform Bewertung Anzahl Tenor (09/2026)
Trustpilot 4,0 / 5 7.204 (752 in 12 Monaten) 76 % 5 Sterne, 13 % 1 Stern; Brevo beantwortet 97 % der Negativbewertungen; deutschsprachig 286 mit 31 % 1 Stern
Capterra (DE) 4,6 / 5 3.517 Bedienung 4,6 · Support 4,5 · Preis-Leistung 4,5
OMR Reviews 4,5 / 5 454 Kritik: Listenlogik, Sperrungen ohne Vorwarnung, Reporting
G2 4,5 / 5 2.716 Top-Bewertung, Kritik an Zustellbarkeit und automatisiertem Support
Shopify App Store (PushOwl) 4,8 / 5 2.242 95 % 5 Sterne
wordpress.org (Plugin) 4,1 / 5 285 46 Ein-Stern-Wertungen, vor allem zu Push-Update und WooCommerce-Checkbox 2025

Die Kritik konzentriert sich auf vier Punkte. Erstens Sperrungen: Ein deutscher Nutzer verlor im Juli 2026 den Zugang, bevor er den ersten Newsletter verschickt hatte, der Jahresbetrag war bezahlt, eine Begründung kam nicht; ein dänisches Unternehmen wurde im August trotz erfüllter Auflagen wiederholt gesperrt, ein anderer Kunde mit 50.000 bestätigten Kontakten fünf Minuten nach einer blockierten Kampagne. Zweitens die Preise: Im Mai 2026 sprang ein Standard-Tarif nach einem Import von 17 auf 55 € ohne Rückfrage, andere berichten über Abbuchungen Monate nach der Kündigung. Drittens der Support, den Ein-Stern-Bewertungen als „Bot-Support“ mit Standardantworten beschreiben. Viertens die Zustellbarkeit: Auf Reddit klagten im Juni 2026 mehrere Nutzer, dass Mails bei bestimmten Domains nicht ankommen, ein Test von EmailToolTester maß Anfang 2026 im Schnitt rund 80 Prozent Zustellung mit einem Ausreißer bei Outlook. Unsere eigenen Zahlen sind besser, unsere Liste ist aber klein und bestätigt.

Gelobt werden in fast allen deutschen Tests und Bewertungen dieselben Dinge: der Preis nach Mailvolumen statt nach Kontakten, die Bedienung, die auch ohne Vorkenntnisse zum ersten Newsletter führt, der EU-Standort mit AV-Vertrag und TÜV-Prüfung, die Kombination aus Newsletter, Transaktionsmails und CRM in einem Tool und ein Support, den zufriedene Kunden mit Namen nennen. Für-Gründer.de setzte Brevo im September 2026 mit der Note 2,0 vor MailerLite, CleverReach und rapidmail, EmailToolTester kürte es zum besten Tool 2026. Die Bewertungslage passt zu unserer Erfahrung: Wer sauber startet, hat ein sehr gutes Tool. Wer auffällt, hat ein Problem.

Brevo im Vergleich zu den Alternativen

Tool Free-Tarif Einstieg ca. 2.500 Kontakte Sitz / Server DE-Oberfläche / Support Besser als Brevo, wenn
MailerLite 250 Abonnenten, 2.500 Mails ab 12 $ 33 $ Dublin/Vilnius, EU-Server nur Support auf Deutsch deine Liste größer als dein Versand ist und du den einfachsten Editor willst
CleverReach 250 Empfänger, 1.000 Mails 15 € netto 35 € netto Rastede, DE-Server ja / ja du einen deutschen Vertragspartner willst und reine Newsletter reichen
rapidmail kein Free, Pay-per-Send ab 20 € 15 € 35 € Freiburg ja / ja du nur alle paar Wochen verschickst
Klaviyo 250 Profile, 500 Mails 20 $ ca. 60 $ Boston, US-Server UI ja, Support EN du einen Shopify-Shop mit Budget hast und Umsatz je Flow messen willst
Omnisend 250 Kontakte, 500 Mails 16 $ 59 $ (Pro) Vilnius, EU nur EN du fertige Shop-Automationen mit SMS und Push aus der EU willst
Mailchimp 250 Kontakte, 500 Mails 13 $ 45 $ Atlanta, US-Server UI ja, Support EN dir Integrationen wichtiger sind als der Datenstandort
GetResponse nur 14 Tage Test 16 € 27 € Danzig, EU ja / ja, 24/7 du Webinare und Funnels im selben Tool brauchst
Shopify Email 10.000 Mails/Monat inklusive 1 $ je 1.000 weitere 0 $ Ottawa ja / ja du auf Shopify bist und nur einfache Kampagnen willst

Die Faustregel: Brevo, wenn du EU-Standort, deutschen Support und Transaktionsmails in einem Tool willst und deine Liste entweder klein ist oder du viel verschickst. MailerLite, wenn die Liste groß und der Versand selten ist. CleverReach oder rapidmail, wenn der deutsche Vertragspartner das entscheidende Argument ist. Klaviyo oder Omnisend, wenn der Shop das Zentrum ist und du Flows, Empfehlungen und Umsatzattribution willst, ohne 499 € für Professional zu zahlen. Shopify Email, wenn zehntausend Mails im Monat reichen. Preise sind Listenpreise vom September 2026, die US-Anbieter rechnen in Dollar ab.

Für wen sich Brevo lohnt

Gut geeignet, wenn du mit einem Newsletter und Transaktionsmails aus einem Konto starten willst, wenn deine Liste unter 2.500 Kontakten liegt oder du ohnehin viel verschickst, wenn Datenstandort EU, AV-Vertrag und deutsche Rechnung Pflicht sind, wenn du Shopify oder WooCommerce nutzt, und wenn du Wert auf ein Free-Angebot ohne Zeitlimit legst, um erst einmal zu lernen.

Eher ungeeignet, wenn du eine große, selten angeschriebene Liste hast (dann rechne MailerLite gegen), wenn du Warenkorb-Flows, Produktempfehlungen und Bewertungen aus einem Tool willst (Klaviyo oder Omnisend), wenn du Shopware oder JTL nutzt, wenn du Telefonsupport erwartest, ohne 499 € zu zahlen, oder wenn dein Geschäft an schnellen, zeitkritischen Kampagnen hängt und eine mehrtägige Kontoprüfung nicht verkraftet.

Unser Fazit

Brevo ist das Newsletter-Tool, das wir nach dem Umzug von MailerLite behalten, und das sagt mehr als jede Sterne-Tabelle. Editor, Automationen, Transaktionsmails, Formulare und CRM in einem Konto, Server in Frankreich, AV-Vertrag in den AGB, deutsche Rechnung: Für einen Shop im DACH-Raum ist das die geringste Reibung, die wir kennen.

Was die Bewertung bei 4,1 hält, steht nicht auf der Preisseite: eine Kontaktstaffel, die kleine Listen mit wenigen Mails auf 28 oder 55 € hebt, ein Automations-Limit, das Free und Starter für Shops mit Willkommensstrecke praktisch unbrauchbar macht, ein Support, der bei Problemen sperrt statt fragt, eine API, die an mehreren Stellen nicht hält, was die Doku verspricht, und ein Sicherheitsvorfall im September 2026, der die Abhängigkeit vom Versanddienstleister sichtbar gemacht hat.

Unsere Empfehlung: Starte im Free-Tarif, authentifiziere die Domain am ersten Tag, räume die Liste vor dem Import auf und rechne mit der 20.000er-Stufe, sobald du über 2.500 Kontakte kommst. Nimm Standard, wenn Automationen dein Kerngeschäft sind, sonst reicht Starter mit Logo-Entfernung. Und plane die erste Kampagne nach einem Tarifwechsel mit zwei Tagen Puffer, weil Brevo sie prüft.

Brevo selbst ausprobieren

Der Free-Tarif hat kein Zeitlimit und braucht keine Kreditkarte: 300 Mails am Tag, Editor, Formulare, Transaktionsmails und CRM-Basis. Für den Test reicht das, um Domain, Vorlage und Willkommensstrecke einzurichten, bevor du dich für eine Stufe entscheidest.

Kostenlos starten

Kein Affiliate-Link. Wir verdienen an dieser Empfehlung nichts.

Häufige Fragen zu Brevo

Was kostet Brevo im Monat?

Free kostet nichts und erlaubt 300 Mails am Tag. Starter beginnt bei 7 € für 5.000 Mails, Standard bei 15 €, Professional bei 499 €. Die günstigen Stufen sind aber an Kontaktgrenzen gebunden: 500 Kontakte bei 5.000 Mails, 1.500 bei 10.000, 2.500 bei 15.000. Ab 20.000 Mails sind 500.000 Kontakte erlaubt, dann kostet Starter 28 € und Standard 55 €. Jahreszahlung spart 10 Prozent, die Logo-Entfernung im Starter kostet 9 € extra. Alle Preise sind netto, deutsche Kunden zahlen 19 Prozent Umsatzsteuer dazu.

Ist Brevo DSGVO-konform?

Ja, so weit ein Tool das sein kann. Brevo sitzt in Paris, speichert Daten in Frankreich, Deutschland und Belgien, liefert den AV-Vertrag als Teil der AGB, ist nach ISO 27001 zertifiziert und bietet Double-Opt-in mit Zeitstempel. US-Dienstleister wie Cloudflare, Zendesk und die KI-Anbieter sind als Unterauftragnehmer eingebunden. Den Cookie-Banner für Tracking-Pixel und Website-Skript musst du selbst stellen.

Wo liegt der Unterschied zwischen Starter und Standard?

Standard hebt das Automations-Limit von 2.000 Kontakten auf, bringt A/B-Tests, die KI-Versandzeit, Klick-Heatmaps, eine Landingpage, bis zu drei Nutzer gegen Aufpreis und entfernt das Brevo-Logo ohne Extra-Gebühr. Bei gleicher Mailstufe kostet Standard etwa das Doppelte, bei 20.000 Mails 55 statt 28 €. Wer nur Newsletter verschickt, fährt mit Starter, wer Willkommens- und Warenkorb-Flows für eine wachsende Liste braucht, kommt um Standard nicht herum.

Kann ich Brevo monatlich kündigen?

Ja, der Monatstarif läuft bis zum Ende des Abrechnungszeitraums und endet dann, alternativ lässt er sich ein bis drei Monate pausieren. Der Jahrestarif verlängert sich automatisch, wenn du nicht vorher kündigst, und Brevo erstattet vorausbezahlte Gebühren nicht. Ein Wechsel nach unten wirkt zum nächsten Abrechnungstag, ein Wechsel nach oben sofort mit anteiliger Berechnung. Achtung: Beim Überschreiten der Kontaktgrenze stuft Brevo automatisch hoch, und zurück in eine kleinere Stufe geht es nur über Kündigung und Neubuchung. Add-ons und Prepaid-Guthaben sind nicht erstattungsfähig. Nach der Kündigung fällst du in den Free-Tarif zurück, Kontakte bleiben erhalten.

Gibt es deutschen Support bei Brevo?

Ja. Oberfläche, Hilfe-Center und Academy sind auf Deutsch, Support-Tickets werden in sechs Sprachen bearbeitet, auch im Free-Tarif. Telefonsupport gibt es erst ab Professional, einen Live-Chat für Kunden nicht mehr. Die Antwortzeit liegt meist unter einem Tag, Antworten kommen gelegentlich auf Englisch. Bei Kontosperrungen berichten viele Nutzer von Standardantworten ohne Begründung.

Brevo oder MailerLite: Was ist für Einsteiger besser?

MailerLite rechnet nach Kontakten, Brevo nach Mails. Bei einer kleinen Liste unter 500 Kontakten ist Brevo billiger, bei 3.000 Kontakten und wenigen Mails ist MailerLite mit rund 25 € günstiger als Brevos 28 €, und der Editor von MailerLite gilt als einfacher. Brevo punktet mit Transaktionsmails, CRM, deutschem Support und dem EU-Standort. Wir sind von MailerLite zu Brevo gewechselt, vor allem wegen der Rechnung aus Deutschland und der Anbindung an unsere Website.

Warum sperrt Brevo Konten?

Brevo verschickt für alle Kunden über gemeinsame IP-Adressen und reagiert deshalb hart auf Signale, die den Ruf gefährden: hohe Bounce- oder Abmelderaten, Spam-Beschwerden über 0,3 Prozent, gekaufte Listen, ungewöhnliche Importe direkt nach der Registrierung. Auch die erste Kampagne nach einem Tarifwechsel kann in eine manuelle Prüfung gehen. Wer nur bestätigte Adressen importiert, die Domain authentifiziert und langsam startet, hat in der Regel keine Probleme. Bei einer Sperrung hilft nur ein Ticket mit Nachweis der Einwilligungen.

Dominik Reuter

Dominik Reuter

Ich verbinde akademisches Fundament (B.Sc. E-Commerce, THWS Würzburg-Schweinfurt) mit echter Praxis-Erfahrung. Durch eigene Launches und die Arbeit mit Top-Marken verstehe ich die Herausforderungen moderner Webshops – von der UX bis zum Fulfillment. Datengetrieben, strategisch, umsetzungsstark.

Weitere Tools

Brevo

4,1 / 5

Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis unter den EU-Newsletter-Tools: Free ohne Zeitlimit, Server in Frankreich, deutsche Rechnung und Support, Transaktionsmails und CRM inklusive. Abzüge für die Kontaktstaffel, das Automations-Limit in Free und Starter und einen Support, der bei Problemen sperrt statt fragt.

Preis: Free · Starter ab 7 €/Monat · Standard ab 15 €