Was ist Server-Side-Tracking? Definition
Beim Server-Side-Tracking werden Nutzerdaten nicht direkt vom Browser an Google, Meta und andere Dienste gesendet, sondern zunächst an einen eigenen Server. Von dort werden sie kontrolliert an die jeweiligen Plattformen weitergeleitet.
Beim klassischen clientseitigen Tracking laden dagegen Skripte im Browser und senden Daten unmittelbar an die Anbieter.
Warum Händler darauf umstellen
Der Hauptgrund ist Datenverlust. Adblocker, Browser-Schutzmechanismen und verkürzte Cookie-Laufzeiten führen dazu, dass ein erheblicher Teil der Conversions clientseitig nicht mehr erfasst wird. Fehlen diese Signale, optimieren Werbeplattformen auf unvollständiger Datenbasis, und der gemessene ROAS fällt niedriger aus als die tatsächliche Leistung.
Ein zweiter Grund ist Kontrolle: Auf dem eigenen Server lässt sich festlegen, welche Daten überhaupt weitergegeben werden, etwa durch Entfernen oder Hashen personenbezogener Felder.
Wie die Umsetzung aussieht
Üblich ist ein serverseitiger Container, etwa über den Google Tag Manager, betrieben in der eigenen Cloud oder bei einem spezialisierten Anbieter. Der Container nimmt Ereignisse entgegen und verteilt sie an die angebundenen Plattformen, bei Meta über die Conversions API.
Der Aufwand ist deutlich höher als beim clientseitigen Tracking, und es entstehen laufende Kosten für Hosting oder Dienstleister.
Was rechtlich gilt
Ein verbreitetes Missverständnis ist, serverseitiges Tracking mache das Einwilligungsbanner überflüssig. Das trifft nicht zu. Maßgeblich ist, ob Daten zu Werbezwecken verarbeitet und an Dritte übermittelt werden, nicht auf welchem technischen Weg. Eine Einwilligung bleibt erforderlich, und die Verarbeitung ist in der Datenschutzerklärung zu beschreiben.
Dieser Eintrag erklärt den Begriff und ersetzt keine Rechtsberatung.
« Zurück zum Glossar-Index