Der Begriff Amazon-Marktplatz (oder englisch: Amazon Marketplace) bezeichnet die Online-Plattform von Amazon, die es Drittanbietern und unabhängigen Verkäufern ermöglicht, ihre Produkte neben Amazons eigenen Angeboten zu listen und zu verkaufen. Im Kern fungiert Amazon hier als Vermittler und hostet die Angebote dieser externen Händler auf seiner reichweitenstarken Website.
Für Verkäufer ist der Amazon-Marktplatz ein entscheidender Vertriebskanal, um eine riesige Kundenbasis zu erreichen, die täglich auf Amazon nach Produkten sucht. Sie profitieren von der bestehenden Infrastruktur, dem etablierten Vertrauen der Kunden in die Marke Amazon und der globalen Reichweite. Im Gegenzug zahlen Verkäufer in der Regel Provisionen (Gebühren) pro verkauftem Artikel an Amazon. Darüber hinaus bietet Amazon Services wie Versand durch Amazon (VbA), auch bekannt als Fulfillment by Amazon (FBA), an. Dabei übernimmt Amazon die Lagerung, Verpackung und den Versand der Produkte sowie einen Teil des Kundenservice, was besonders für kleinere Händler eine immense Erleichterung darstellt.
Für Käufer bedeutet der Amazon-Marktplatz eine enorm breite Produktpalette und oft wettbewerbsfähige Preise, da verschiedene Verkäufer um die Gunst der Kunden konkurrieren. Die Unterscheidung, ob ein Produkt direkt von Amazon verkauft („Verkauf und Versand durch Amazon“) oder von einem Drittanbieter angeboten wird („Verkauf durch [Händlername] und Versand durch Amazon“ oder „Verkauf und Versand durch [Händlername]“), ist dabei transparent ersichtlich.
Im deutschen Kontext ist der Amazon-Marktplatz einer der dominierendsten Akteure im Online-Handel. Er ist für zahlreiche kleine und mittelständische Unternehmen sowie internationale Marken ein unverzichtbarer Vertriebskanal. Er hat das E-Commerce-Ökosystem maßgeblich geprägt und bietet sowohl enorme Chancen als auch Herausforderungen für Händler, insbesondere in Bezug auf den Wettbewerb und die Abhängigkeit von der Plattform.
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