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Pay-Per-Click (PPC) ist ein weit verbreitetes Online-Werbemodell, bei dem Werbetreibende eine Gebühr zahlen, jedes Mal, wenn jemand auf ihre Anzeige klickt. Es handelt sich im Wesentlichen um den "Kauf" von Webseitenbesuchen, anstatt diese organisch über unbezahlte Suchergebnisse oder direkte Eingaben zu generieren.

Das Hauptziel von PPC ist es, gezielten Traffic auf eine Webseite zu lenken, um Verkäufe, Leads, Anmeldungen oder andere gewünschte Aktionen zu generieren. Die prominenteste Form von PPC ist die Suchmaschinenwerbung (SEA), insbesondere über Google Ads (früher Google AdWords). Wenn Nutzer Suchanfragen eingeben, erscheinen relevante Anzeigen oft prominent oben in den Suchergebnissen, klar als "Anzeige" oder "Werbung" gekennzeichnet.

Der Mechanismus dahinter basiert meist auf einem Auktionssystem: Werbetreibende bieten auf Schlüsselwörter (Keywords), die für ihre Produkte oder Dienstleistungen relevant sind. Der tatsächliche Preis pro Klick (Cost-Per-Click, CPC) hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Wettbewerbsintensität, die Relevanz der Anzeige für die Suchanfrage und die Qualität der Zielseite. Eine höhere Gebotsabgabe garantiert nicht immer die beste Position; die Anzeigenrelevanz und der sogenannte Quality Score spielen eine entscheidende Rolle für die Anzeigenposition und den CPC.

PPC findet nicht nur in Suchmaschinen Anwendung, sondern auch auf Social-Media-Plattformen (z.B. Facebook Ads, Instagram Ads), in Display-Netzwerken (Bannerwerbung auf Partner-Websites) und bei Video-Werbung (z.B. YouTube Ads).

Wesentliche Vorteile von PPC sind die schnelle Sichtbarkeit, die präzise Zielgruppenansprache (demografisch, geografisch, Interessen), die exzellente Messbarkeit des Erfolgs (der Return on Investment, ROI, ist klar verfolgbar) und die volle Kostenkontrolle durch die Festlegung von Budgets.

Im deutschen Sprachraum ist der Begriff "Pay-Per-Click" oder die Abkürzung "PPC" äußerst gebräuchlich und wird direkt übernommen. Eine direkte, wörtliche Übersetzung wie "Bezahlen pro Klick" wird zwar verstanden, ist aber im professionellen Marketing-Kontext seltener. Stattdessen spricht man oft von "Klickwerbung", "klickbasierten Kampagnen" oder verwendet direkt den Namen der führenden Plattform, z.B. "Google Ads". Es ist ein etablierter Fachbegriff, der im Marketingalltag fest verankert ist und keiner Übersetzung bedarf.

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