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Wix im Test: Der beliebteste Website-Baukasten und seine E-Commerce-Grenzen

von Dominik Reuter | Aug. 26, 2026

TL;DR: Wix in 30 Sekunden

  • Wix ist der bekannteste Website-Baukasten der Welt: über 300 Millionen registrierte Nutzer, 900+ Templates, und seit Januar 2026 mit „Wix Harmony“ ein KI-Baukasten, der Websites im Dialog baut.
  • Als Website-Baukasten ist Wix stark: einfachste Bedienung am Markt, große Designfreiheit, deutschsprachiger Support und seit Neuestem abmahnsichere Rechtstexte inklusive. Der alte „schlecht für SEO“-Ruf ist 2026 widerlegt.
  • Verkaufen kannst du ab dem Core-Tarif (regulär 29,75 €/Monat inkl. MwSt.). Wix nimmt 0 % Provision auf Verkäufe, Wix Payments kostet in Deutschland 1,9 % + 0,30 € pro Transaktion – günstiger als Shopify Basic.
  • Die E-Commerce-Grenzen sind real: maximal 1.000 Varianten pro Produkt, kaum anpassbarer Checkout, kein POS und keine SEPA-Lastschrift in Deutschland, keine Warenwirtschafts-Anbindung, kein Site-Export.
  • Häufigster Kritikpunkt der Nutzer: deutlich steigende Verlängerungspreise nach dem günstigen ersten Jahr, dazu zähe Chatbot-Support-Schleifen (Trustpilot 3,5 aus fast 29.000 Bewertungen).
  • Unsere Bewertung: 3,9 von 5. Erste Wahl für Websites mit kleinem Shop-Anteil; für ernsthaftes E-Commerce und Dropshipping führt der Weg zu Shopify.

Wenn in Deutschland jemand zum ersten Mal „Website erstellen“ googelt, landet er mit hoher Wahrscheinlichkeit bei Wix. Rund 74.000 Suchanfragen im Monat allein für den Markennamen, Werbung bis in den Super Bowl, und ein Versprechen, das seit 2006 gleich geblieben ist: eine professionelle Website ohne eine Zeile Code.

Für dich als E-Commerce-Interessierten stellt sich aber eine andere Frage: Taugt Wix auch als Shop-Plattform? Der Baukasten wirbt prominent mit dem Online-Shop-Modul, und auf dem Papier klingt vieles gut: 0 % Verkaufsprovision, 50.000 Produkte, Dropshipping-Anbindung. Wir haben uns Funktionen, deutsche Preise, die Grenzen des Shop-Systems und den direkten Vergleich mit Shopify im Detail angesehen.

Unsere Bewertung: 3,9 / 5

Der beste Einsteiger-Baukasten für Websites, mit beeindruckenden KI-Funktionen und echter Designfreiheit. Als Shop-System solide für kleine Sortimente, aber mit harten Grenzen bei Varianten, Checkout, Zahlungsarten und Skalierung. Abzüge gibt es außerdem für die Preispolitik bei Verlängerungen und die schwache Performance in unabhängigen Speed-Tests.

Bedienung & Einstieg ★★★★½ 4,8
Design & Templates ★★★★½ 4,7
E-Commerce-Funktionen ★★★½☆ 3,6
Performance & Skalierung ★★★☆☆ 3,3
Preis-Transparenz ★★★☆☆ 3,2
DACH-Tauglichkeit ★★★★☆ 4,0

🔍 Bewertet nach unserem 5-Kriterien-Testverfahren – jede Note ist nachrechenbar.

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Was ist Wix?

Wix.com wurde 2006 in Tel Aviv gegründet, ist seit 2013 an der NASDAQ notiert und hat 2025 knapp zwei Milliarden Dollar Umsatz gemacht. Nach eigenen Angaben nutzen über 300 Millionen Menschen in 190 Ländern die Plattform, unter den reinen Website-Baukästen ist Wix mit Abstand Marktführer. Das Produkt bekommst du komplett auf Deutsch, von der Website über den Editor bis zum Hilfe-Center, und Wix verspricht auf der deutschen Preisseite ausdrücklich deutschsprachigen Support.

Die Produktwelt hat sich zuletzt kräftig sortiert. Es gibt 2026 drei Wege zu einer Wix-Website: den klassischen Editor (Drag-and-drop, für Einsteiger), Wix Studio (der Profi-Editor für Agenturen, der 2023 aus Editor X hervorging) und seit Januar 2026 Wix Harmony, den neuen KI-Baukasten, bei dem du die Website im Gespräch mit dem KI-Agenten „Aria“ entwickelst und anschließend visuell verfeinerst. Der alte KI-Assistent Wix ADI wurde Ende 2024 eingestellt. Dazu kommen über 20 weitere KI-Funktionen im Alltag, vom Textgenerator über den Bildeditor bis zu KI-Produktbeschreibungen für den Shop und dem Dashboard-Assistenten „Astro“.

Und der berühmte SEO-Makel? Der stammt aus einer Zeit, in der Wix-Seiten rein clientseitig gerendert wurden. Heute liefert Wix serverseitig gerendertes HTML, automatische Sitemaps, Redirects, strukturierte Daten und einen robots.txt-Editor; in den Core-Web-Vitals-Auswertungen von 2025/2026 bestehen rund drei Viertel aller Wix-Seiten die Google-Messwerte, mehr als bei WordPress. Pauschal „schlecht für SEO“ ist Wix damit nicht mehr, auch wenn dir die Plattform weniger Kontrolle über die Code-Ebene lässt als ein eigenes System.

Wix im Video

Einen ehrlichen deutschen Praxis-Eindruck gibt dieser unabhängige Testbericht vom November 2025:

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Weitere Informationen

Video: WebsiteWissen (unabhängiger Testbericht, November 2025)

Wix Preise 2026: Was kostet der Baukasten wirklich?

Die deutschen Preise (Stand August 2026, inklusive Mehrwertsteuer, bei Jahreszahlung) sehen so aus. Wichtig für Shop-Pläne: Zahlungen annehmen kannst du erst ab Core, der Gratis-Plan und Light können nicht verkaufen.

Tarif Regulär/Monat E-Commerce Kern-Leistungen
Gratis-Plan 0 € nein Wix-Subdomain, Wix-Werbung
Light 16,66 € nein Eigene Domain (1 Jahr gratis), 2 GB Speicher
Core 29,75 € Basic-E-Commerce Zahlungen annehmen, 50 GB, abmahnsichere Rechtstexte (1 Jahr gratis)
Business 40,46 € Standard-E-Commerce 100 GB, Standard-Marketing-Suite
Business Elite 177,31 € Erweitert Unbegrenzter Speicher, erweiterte Entwicklerplattform

Dazu musst du zwei Dinge wissen. Erstens fährt Wix fast durchgehend Rabatt-Aktionen; beim Test dieser Preisseite lief gerade „50 % im ersten Jahr“ auf Core bis Business Elite. Zweitens, und das ist der unangenehme Teil: Die Verlängerung wird regelmäßig deutlich teurer. In Nutzerberichten aus 2025/2026 finden sich Sprünge von 20 bis über 50 Prozent zum Rabattpreis des Vorjahres, teils mit knapper Ankündigung; die 14-Tage-Geld-zurück-Garantie gilt nur für Neukäufe, nicht für Verlängerungen. Kalkuliere also mit den regulären Preisen aus der Tabelle, nicht mit dem Aktionspreis, und lege dir den Verlängerungstermin in den Kalender.

Bei den Verkaufsgebühren ist Wix dagegen erfreulich fair: 0 % Provision auf deine Verkäufe, auch mit externen Zahlungsanbietern. Wix Payments kostet in Deutschland für Kartenzahlungen 1,9 % + 0,30 € pro Transaktion (Klarna 2,99 % + 0,35 €), womit Wix unter den 2,1 % von Shopify Basic liegt.

Wix als Online-Shop: Das funktioniert gut

Das Shop-Modul Wix Stores deckt die Grundlagen sauber ab: bis zu 50.000 Produkte (manuell oder per CSV), Bestandsverwaltung, Gutscheine und Geschenkkarten, Warenkorbabbrecher-Mails, ein eingebautes CRM mit E-Mail-Marketing und ein moderner Ein-Seiten-Checkout mit Gast-Bestellung, Apple Pay und Google Pay. Auch digitale Produkte, Produkt-Abos und Terminbuchungen über Wix Bookings sind nativ dabei, was viele reine Shopsysteme nicht bieten.

Bei den Zahlungen bekommst du in Deutschland Wix Payments, PayPal, Klarna (auch Rechnungskauf über Klarna), Stripe, Mollie und SumUp; seit Ende 2025 baut Wix die europäischen Zahlarten über eine Stripe-Kooperation weiter aus. Steuern lassen sich ab dem Business-Tarif über die integrierte Avalara-Automatik berechnen (gedeckelt auf 100 Transaktionen pro Monat, bei Elite 500), inklusive der 10.000-€-EU-Schwelle fürs OSS-Verfahren; die OSS-Meldung selbst bleibt aber dein Job. Rechnungen erstellt Wix auf Wunsch automatisch, für GoBD-Archivierung und DATEV gibt es Schnittstellen-Anbieter wie easybill.

Für Dropshipping existiert ein eigenes Ökosystem: Modalyst gehört seit 2021 zu Wix und liefert die native Anbindung, dazu kommen Spocket, CJdropshipping, Syncee sowie Printful und Printify für Print-on-Demand. Wichtig: Die Modalyst-Anbindung ist je Tarif gedeckelt, im Core-Tarif auf gerade einmal 25 Produkte, im Business-Tarif auf 250; erst Business Elite erlaubt das volle Sortiment. Für einen kleinen Test-Shop reicht das. Warum es für ernsthaftes Dropshipping trotzdem nicht reicht, steht im nächsten Abschnitt.

Die Grenzen von Wix eCommerce: Hier wird es eng

Das ist der Teil, den dir die Wix-Werbung nicht erzählt, und er entscheidet darüber, ob die Plattform für dich passt. Die Grenzen stehen fast alle offiziell in den Wix-Hilfeartikeln, sie sind also keine Gerüchte.

Varianten-Deckel: Ein Produkt darf maximal 6 Optionen mit je 100 Auswahlmöglichkeiten und insgesamt 1.000 Varianten haben. Für Mode mit vielen Größen-Farben-Kombinationen oder konfigurierbare Produkte ist das schnell zu wenig; Shopify erlaubt seit Oktober 2025 gut das Doppelte. Ein Feature-Request für mehr Varianten sammelt bei Wix seit Langem Stimmen, ohne Zusage.

Checkout in Beton: Die Checkout-Seite lässt sich nicht im Editor gestalten, Pflichtfelder sind fix, manche Systemtexte nicht editierbar, und One-Click- oder Post-Purchase-Upsells kennt das System praktisch nicht. Selbst mit der Code-Erweiterung Velo oder Wix Headless bleibt der Bezahlvorgang auf der gehosteten Wix-Seite, ein eigener Checkout ist per AGB untersagt. Genau an dieser Stelle verdienen Shopify-Händler mit Upsell-Apps bares Geld, das dir auf Wix entgeht, egal wie gut deine Conversion Rate vorher war.

Deutsche Zahlungslücken: Es gibt keine native SEPA-Lastschrift in Wix Payments und keinen klassischen Rechnungskauf außer über Klarna. Noch gravierender für Händler mit Ladengeschäft oder Marktstand: Wix POS ist in Deutschland nicht verfügbar (nur USA, Kanada, UK), und die für deutsche Kassen vorgeschriebene TSE-Konformität fehlt komplett.

Versand und Warenwirtschaft: Echtzeit-Versandkosten berechnet Wix nativ nur mit dem US-Dienst USPS; für DHL brauchst du Dritt-Apps. Anbindungen an JTL, Billbee, Xentral oder DATEV existieren nicht nativ, nur über Spezial-Konnektoren. Wer eine Warenwirtschaft braucht, etwa weil er auch über ein ERP wie Odoo oder Marktplätze arbeitet, stößt hier an eine harte Wand. Apropos Marktplätze: Seit April 2024 unterstützt Meta die über Wix angelegten Facebook- und Instagram-Shops nicht mehr, Amazon und eBay laufen nur über Dritt-Apps.

Internationalisierung: Multi-Currency gibt es inzwischen nativ, aber erst ab dem Business-Tarif (Hauptwährung plus 5 Währungen, Elite plus 10), mit 1 bis 2 Prozent Umrechnungsgebühr, Auszahlung nur in der Hauptwährung und ohne die Preissteuerung, die Shopify Markets bietet. Die Shop-Übersetzung über Wix Multilingual lässt zudem Lücken: Produkt-Abos und manche Systemtexte bleiben unübersetzt.

B2B: Kundengruppen-Preise, Staffelpreise oder Angebots-Workflows fehlen komplett; Wix selbst empfiehlt als Behelf passwortgeschützte Seiten.

Lock-in: Das ist die unangenehmste Grenze. Ein Template lässt sich nachträglich nicht wechseln, der offizielle Weg ist ein Neuaufbau der Website. Und wer die Plattform verlassen will, kann Produkte, Bestellungen und Kontakte als CSV exportieren, aber weder Design noch Seiteninhalte oder Code. Ein Wix-Shop, der wächst, zieht deshalb praktisch immer per Neuaufbau um, und genau diese Migrationskosten solltest du von Anfang an einpreisen, wenn du Skalierung ernsthaft vorhast.

Performance: In unabhängigen Dauer-Messungen (etwa dem jährlichen Speed-Test von EcommerceGold) liegt Wix seit Jahren am unteren Ende der Shop-Plattformen, mit mobilen Ladezeiten um die vier Sekunden. Das kostet in einem Shop messbar Umsatz und deckt sich mit den Ladezeit-Klagen deutscher Nutzer auf OMR Reviews.

Wix vs. Shopify: der direkte Vergleich

Die Frage, die sich fast jeder Shop-Gründer stellt. Die nackten Zahlen zuerst:

Kriterium Wix Shopify
Günstigster Verkaufs-Tarif Core, regulär 29,75 € inkl. MwSt. Basic, 27 € netto (jährlich)
Plattform-Provision 0 % 0 % mit Shopify Payments, sonst 0,6–2 %
Kartengebühren DE 1,9 % + 0,30 € 2,1 % + 0,30 € (Basic) bis 1,6 %
Produkte / Varianten 50.000 / max. 1.000 pro Produkt Unbegrenzt / 2.048 pro Produkt
Apps ca. 500–1.000 ca. 18.400
Dropshipping-Apps ca. 48 (Modalyst, Spocket, CJ) ca. 934 (DSers, Zendrop, CJ, AutoDS …)
Internationalisierung Multi-Currency mit Einschränkungen Shopify Markets (130+ Währungen, lokale Preise)
Rechtstexte DACH Abmahnsichere Rechtstexte inklusive (1 Jahr), Trusted-Shops-App IT-Recht-Kanzlei-App mit Auto-Update (9,90 $/Monat)
Bekannte DACH-Shops keine namhaften Waterdrop, SNOCKS, KoRo, Air up u. v. m.

Das Muster ist klar. Beim Einstiegspreis und den Zahlungsgebühren ist Wix sogar leicht günstiger, und wer vor allem eine schöne Website mit angeschlossenem kleinen Shop will, bekommt bei Wix mehr Design für weniger Aufwand. Shopify spielt seine Stärke überall dort aus, wo der Shop das Geschäft ist: beim App-Ökosystem (Faktor 20), beim anpassbaren Checkout mit Upsells, bei internationalen Märkten, im Dropshipping-Tooling und bei der schieren Zahl erfolgreicher Referenzen. Es ist kein Zufall, dass praktisch alle bekannten DACH-D2C-Marken auf Shopify laufen und keine auf Wix.

Für die typische ecom-tools-Leserschaft heißt das konkret: Wer Dropshipping oder eine skalierbare Marke plant, sollte direkt mit Shopify starten, die Werkzeuge dafür (DSers, Zendrop, Upsell-Apps, Affiliate-Apps wie UpPromote) existieren auf Wix schlicht nicht. Einen ausführlichen Vergleich der Shopsysteme findest du auch in unserem Beitrag Shopify vs. WooCommerce.

Wix Erfahrungen: Was sagen die Nutzer?

Die Bewertungslage ist gespalten, und zwar auf allen Portalen gleichzeitig. Auf Capterra steht Wix bei 4,4 von 5 aus über 10.700 Bewertungen, auf G2 bei 4,2, auf OMR Reviews bei 4,1. Gelobt werden fast immer dieselben Dinge: die einfachste Bedienung am Markt, die Template-Auswahl und zunehmend die KI-Funktionen.

Auf Trustpilot zeigt sich das andere Gesicht: 3,5 von 5 aus fast 29.000 Bewertungen, mit 22 Prozent Ein-Sterne-Wertungen. Die Beschwerden drehen sich selten um den Baukasten selbst und fast immer ums Geld: automatische Verlängerungen zu deutlich höheren Preisen (dokumentierte Fälle mit Sprüngen von 336 auf 585 € für zwei Jahre), verweigerte Erstattungen, dazu ein Support, der zu oft in Chatbot-Schleifen endet. Auch deutsche Rezensenten rechnen vor, wie derselbe Tarif von 2022 bis 2026 um gut 65 Prozent teurer wurde. Shop-Betreiber berichten außerdem von träger werdenden Editoren bei wachsendem Katalog und sich stapelnden App-Kosten. Fairerweise: Öffentlich eskalierte Fälle von gesperrten Auszahlungen sind bei Wix Payments deutlich seltener dokumentiert als bei Shopify Payments, obwohl beide Anbieter dieselben Reserve-Mechanismen im Kleingedruckten haben.

Für wen lohnt sich Wix – und für wen nicht?

Wix passt, wenn die Website im Mittelpunkt steht und der Shop Beiwerk ist: Dienstleister mit Buchungskalender und ein paar Produkten, Cafés und Restaurants, Künstler und Creator mit Merch, lokale Läden mit kleinem Sortiment unter etwa 50 bis 100 Produkten, die nur im DACH-Raum verkaufen. Dafür bekommst du den schnellsten Weg zu einer wirklich gut aussehenden Website, mit KI-Rückenwind, deutschem Support, inkludierten Rechtstexten und fairen Zahlungsgebühren, günstiger als bei Shopify.

Nichts für dich ist Wix, wenn der Shop dein Geschäftsmodell ist. Dropshipping-Einsteiger finden auf Wix weder DSers noch Zendrop noch das Upsell-Ökosystem, mit dem im Performance-E-Commerce die Marge gemacht wird. Wer B2B, eine Warenwirtschaft, ein Ladengeschäft mit Kasse oder internationale Märkte plant, läuft direkt in die oben beschriebenen Grenzen. Und wer glaubt, klein anzufangen und später zu wechseln: Der fehlende Export macht den Umzug teurer als der frühe Start auf der richtigen Plattform.

Lohnt sich Wix? Unser Fazit

Wix ist 2026 der beste Baukasten für Menschen, die eine Website wollen und sich um nichts Technisches kümmern möchten, und mit Harmony hat Wix beim KI-Website-Bau derzeit die Nase vorn. Der alte SEO-Vorbehalt ist widerlegt, die deutsche Lokalisierung ist ernst gemeint, und das Shop-Modul erledigt kleine Sortimente ordentlich und provisionsfrei.

Als E-Commerce-Plattform bleibt Wix aber ein Kompromiss mit klaren Deckeln: Varianten-Limit, starrer Checkout, fehlende deutsche Zahlarten und Kassen, kein Wawi-Anschluss, schwache Performance und ein Lock-in, der den späteren Wechsel teuer macht. Dazu kommt eine Preispolitik, bei der du den Verlängerungspreis im Auge behalten musst. Deshalb 3,9 von 5: eine klare Empfehlung als Website-Baukasten mit Shop-Anbau, eine ebenso klare Nicht-Empfehlung als Fundament für ein skalierendes E-Commerce-Business.

Unser Tipp

Erst gratis testen, dann entscheiden

Der kostenlose Wix-Plan läuft unbegrenzt und zeigt dir Editor, Templates und KI-Funktionen ohne Risiko. Baue eine Testseite, bevor du buchst – und wenn dein Ziel ein skalierender Shop ist, teste parallel Shopify. Transparenz: Wir haben keine Partnerschaft mit Wix, dieser Link ist ein normaler Link.

Zu Wix

Häufige Fragen zu Wix

Was kostet Wix?

Die deutschen Tarife reichen regulär von 16,66 € (Light) über 29,75 € (Core) und 40,46 € (Business) bis 177,31 € pro Monat (Business Elite), jeweils inklusive Mehrwertsteuer bei Jahreszahlung. Dazu gibt es einen unbegrenzten Gratis-Plan mit Wix-Werbung. Häufige Rabatt-Aktionen senken das erste Jahr um bis zu 50 Prozent; die Verlängerung ist regelmäßig deutlich teurer, das solltest du einkalkulieren.

Kann ich mit Wix kostenlos einen Online-Shop betreiben?

Nein. Der Gratis-Plan und der Light-Tarif können keine Zahlungen annehmen. Verkaufen ist erst ab dem Core-Tarif möglich (regulär 29,75 €/Monat inkl. MwSt.). Dafür nimmt Wix dann 0 % Provision auf deine Verkäufe.

Taugt Wix für einen richtigen Online-Shop?

Für kleine Sortimente ja: bis 50.000 Produkte, ordentlicher Checkout, Klarna und PayPal, Gutscheine, Warenkorbabbrecher-Mails. Die Grenzen: maximal 1.000 Varianten pro Produkt, kaum anpassbarer Checkout ohne Upsells, kein POS und keine SEPA-Lastschrift in Deutschland, keine Warenwirtschafts-Anbindung und spürbare Performance-Schwächen. Für Shops mit Wachstumsambitionen ist Shopify die bessere Basis.

Wix oder Shopify?

Wix, wenn die Website im Mittelpunkt steht und der Shop klein bleibt: mehr Designfreiheit, einfachere Bedienung, günstigere Zahlungsgebühren (1,9 % vs. 2,1 % bei Shopify Basic). Shopify, sobald der Shop das Geschäft ist: rund 18.400 Apps gegenüber wenigen Hundert, anpassbarer Checkout mit Upsells, Shopify Markets für internationale Verkäufe und das komplette Dropshipping-Ökosystem, das auf Wix fehlt.

Ist Wix gut für SEO?

Der schlechte Ruf stammt aus der Frühzeit der Plattform. Heute liefert Wix serverseitig gerendertes HTML, automatische Sitemaps, Redirects und strukturierte Daten; in den Core-Web-Vitals-Auswertungen 2025/2026 schneiden Wix-Seiten besser ab als WordPress-Seiten. Für normale Projekte ist Wix-SEO kein Hindernis mehr, nur bei sehr großen oder technisch speziellen Setups fehlt die Kontrolle über die Code-Ebene.

Komme ich mit meinen Daten wieder von Wix weg?

Nur teilweise. Produkte, Bestellungen und Kontakte lassen sich als CSV exportieren, Design, Seiteninhalte und Code dagegen gar nicht. Ein Umzug bedeutet praktisch immer einen Neuaufbau auf der Zielplattform plus Datenimport. Auch ein Template-Wechsel innerhalb von Wix erfordert einen Neuaufbau der Website.

Ist Wix DSGVO-konform nutzbar?

Machbar, aber mit Eigenleistung. Wix stellt einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit Standardvertragsklauseln bereit und liefert einen Usercentrics-Cookie-Banner mit; die Server stehen allerdings unter anderem in den USA, ein reines EU-Hosting ist nicht wählbar. Seit 2026 legt Wix deutschen Bezahltarifen ab Core abmahnsichere Rechtstexte bei (im ersten Jahr kostenlos). Impressum, Datenschutzerklärung und Consent-Konfiguration bleiben deine Verantwortung.

Alle Preise und Zahlen Stand August 2026, Quellen: de.wix.com, support.wix.com, shopify.com/de sowie die im Text genannten Portale. Konditionen können sich ändern.

Dominik Reuter

Dominik Reuter

Ich verbinde akademisches Fundament (B.Sc. E-Commerce, THWS Würzburg-Schweinfurt) mit echter Praxis-Erfahrung. Durch eigene Launches und die Arbeit mit Top-Marken verstehe ich die Herausforderungen moderner Webshops – von der UX bis zum Fulfillment. Datengetrieben, strategisch, umsetzungsstark.

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Wix

3,9 / 5

Der beste Einsteiger-Baukasten für Websites, mit starken KI-Funktionen und Designfreiheit. Als Shop-System solide für kleine Sortimente, aber mit harten Grenzen bei Varianten, Checkout, Zahlarten und Skalierung – für ernsthaftes E-Commerce ist Shopify die bessere Basis.

Preis: Gratis-Plan · Verkauf ab 29,75 €/Monat