TL;DR: Buffer in 30 Sekunden
- Buffer ist ein Planungstool für Social Media: Du schreibst deine Posts einmal vor, legst pro Kanal feste Sendezeiten fest und Buffer veröffentlicht automatisch. Aktuell nutzen es rund 247.000 Creator und Marken.
- Der Gratis-Tarif ist der beste am Markt: 3 Kanäle, 10 vorgeplante Posts je Kanal und der KI-Assistent ohne Credit-Limit. Damit kommst du als Ein-Personen-Shop erstaunlich weit.
- Bezahlt wird pro Kanal, nicht pro Paket: 6 US-Dollar im Monat je Kanal (5 bei Jahreszahlung). Instagram, TikTok, Facebook und Pinterest zusammen kosten also rund 24 US-Dollar monatlich.
- Die größte Schwachstelle sind Verbindungsabbrüche und fehlgeschlagene Posts, vor allem bei Instagram. Auf Trustpilot vergeben 44 Prozent der Bewerter einen Stern, meist genau deswegen.
- Ein praktischer Haken: Sobald du Musik aus dem Trend-Katalog verwendest, fällt das automatische Veröffentlichen weg und du postest per Handy nach. Das gilt für jedes Planungstool.
- Für den DACH-Raum wichtig: Die Website gibt es auf Deutsch, die Anwendung selbst ist im Browser nur englisch. Bezahlt wird ausschließlich per Kreditkarte in US-Dollar, PayPal geht nicht.
- Unsere Bewertung: 3,8 von 5. Das einsteigerfreundlichste Tool im Test, aber mit Zuverlässigkeitsproblemen und einem Preismodell, das ab vier Kanälen teuer wird.
- Selbst ausprobieren: Buffer kostenlos starten* – der Gratis-Tarif läuft ohne Zeitlimit und ohne Kreditkarte.
Es gibt diesen einen Punkt im Aufbau eines Shops, an dem Social Media vom Nebenher zur Pflicht wird. Du merkst, dass ein Reel mehr Besucher bringt als jede Anzeige, und stellst gleichzeitig fest, dass du täglich um kurz nach acht am Handy hängst, um irgendetwas hochzuladen. Genau an dieser Stelle setzen Planungstools an, und Buffer ist seit über 15 Jahren der bekannteste Vertreter dieser Gattung.
Das Versprechen ist simpel: Du setzt dich einmal in der Woche hin, schreibst deine Beiträge, und das Tool verteilt sie über die kommenden Tage auf Instagram, TikTok, Pinterest und was du sonst noch bespielst. Buffer ist dabei bewusst schlicht geblieben, während Wettbewerber immer mehr Funktionen anhäufen.
Wir haben uns angesehen, was der Gratis-Tarif wirklich kann, wie schnell das Preismodell teuer wird, wie gut das automatische Posten funktioniert und was Buffer für deutschsprachige Nutzer bedeutet. Denn der eine oder andere Stolperstein zeigt sich erst, wenn man genauer hinschaut.
Unsere Bewertung: 3,8 / 5
Kein Tool bringt Einsteiger schneller vom Chaos zu einem funktionierenden Redaktionsplan, und der Gratis-Tarif ist ehrlich brauchbar statt nur Lockmittel. Punktabzüge gibt es für die wiederkehrenden Verbindungsabbrüche, flache Auswertungen und ein Preismodell, das mit jedem zusätzlichen Kanal spürbar zulegt.
| Bedienung & Einstieg | ★★★★½ 4,8 |
| Planungsfunktionen | ★★★★☆ 4,3 |
| Preis-Leistung | ★★★½☆ 3,7 |
| Auswertungen | ★★★☆☆ 3,4 |
| Zuverlässigkeit | ★★★☆☆ 3,2 |
| DACH-Tauglichkeit | ★★★½☆ 3,5 |
🔍 Bewertet nach unserem 5-Kriterien-Testverfahren – jede Note ist nachrechenbar.
* Affiliate-Link: Registrierst du dich darüber, bekommen wir eine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts.
Was ist Buffer?
Buffer ist eine Software, mit der du Beiträge für verschiedene soziale Netzwerke im Voraus schreibst und einplanst. Das Werkzeug veröffentlicht sie dann selbstständig zu den Zeiten, die du festgelegt hast. Dazu kommen ein Redaktionskalender, ein Postfach für Kommentare und Auswertungen zu deinen Beiträgen.
Gegründet wurde das Unternehmen 2010 von Joel Gascoigne, der es bis heute führt. Buffer arbeitet vollständig ortsunabhängig mit rund 74 Mitarbeitenden und hat 2018 seine Investoren für 3,3 Millionen US-Dollar ausbezahlt, um wieder unabhängig zu sein. Seitdem veröffentlicht die Firma ihre Zahlen offen: aktuell 247.086 aktive Nutzer, davon knapp 80.000 zahlende Kunden, bei einem Jahresumsatz von rund 26 Millionen US-Dollar. Auch die Gehaltstabelle steht öffentlich im Netz.
Für dich als Nutzer ist das mehr als eine nette Randnotiz. Ein Anbieter, der seine Bilanz offenlegt und seit Jahren profitabel arbeitet, verschwindet seltener über Nacht vom Markt oder verdoppelt seine Preise, weil ein Investor eine Rendite sehen will.
Buffer im Video
Wie sich das Werkzeug im Alltag anfühlt und für welche Art von Unternehmer es taugt, zeigt dieser deutschsprachige Erfahrungsbericht:
Video: Leon Franz | Reel-Marketing (unabhängiger Erfahrungsbericht, Juni 2025)
Welche Kanäle Buffer bedient
Buffer unterstützt elf Social-Media-Plattformen. Entscheidend ist aber nicht die Liste, sondern die Frage, ob ein Beitrag wirklich automatisch rausgeht oder ob du eine Handy-Benachrichtigung bekommst und selbst auf Veröffentlichen tippen musst. Diese Unterscheidung entscheidet darüber, ob dir das Tool Arbeit abnimmt.
| Kanal | Automatisch? | Auswertungen |
|---|---|---|
| Instagram (Business/Creator) | Ja, Erinnerung als Rückfallebene | Ausführlich |
| TikTok (Business) | Ja | Basis |
| Facebook (Seiten) | Ja | Ausführlich |
| Ja | Basis | |
| YouTube (Shorts) | Ja | Basis |
| LinkedIn (Seiten & Profile) | Ja | Ausführlich (nur Seiten) |
| X, Threads, Bluesky, Mastodon | Ja | Unterschiedlich, Bluesky ohne |
| Google Unternehmensprofil | Ja | Keine |
| Facebook-Gruppen, Instagram-Privatprofile | Nein, nur Erinnerung | Keine |
Für einen typischen Shop sind das gute Nachrichten: Instagram-Reels und TikTok-Videos gehen automatisch raus, ohne dass du zur richtigen Zeit am Handy sein musst. Voraussetzung ist ein Business- oder Creator-Konto, ein privates Instagram-Profil lässt sich grundsätzlich nicht automatisch bespielen.
Der Haken, den kaum ein Test erwähnt: Trending-Sounds
Sobald du Musik aus dem Katalog von Instagram oder TikTok verwendest, fällt die Automatik weg. Buffer schickt dir dann nur eine Benachrichtigung aufs Handy, und du veröffentlichst selbst. Der Grund liegt bei den Netzwerken: Ihre Schnittstellen geben die Musikbibliothek nicht heraus. Dasselbe gilt für Produkt-Markierungen, Sticker, Umfragen und Kollaborations-Beiträge.
Für Dropshipping ist das der wunde Punkt, weil trendende Sounds bei Reels und TikToks der wichtigste Reichweiten-Hebel sind. Plane deine Inhalte deshalb in zwei Strängen: alles ohne Sound läuft automatisch, alles mit Sound sammelst du als Erinnerung und arbeitest es in einem Rutsch am Handy ab. Diese Einschränkung betrifft jedes Planungstool, nicht nur Buffer.
Die wichtigsten Funktionen im Überblick
Buffer hält sich bewusst zurück. Wo Hootsuite mit Dashboards erschlägt, konzentriert sich Buffer auf fünf Bereiche, die tatsächlich täglich gebraucht werden.
Die Warteschlange. Das Herzstück. Du legst pro Kanal Sendezeiten fest, zum Beispiel montags, mittwochs und freitags um 18 Uhr. Neue Beiträge rutschen automatisch in den nächsten freien Termin. Du musst also nie ein Datum eintippen, sondern nur entscheiden, was als Nächstes dran ist. Wer schon einmal versucht hat, einen Redaktionsplan in einer Tabelle zu pflegen, wird den Unterschied sofort merken.
Der KI-Assistent. Er formuliert Beiträge um, kürzt sie für X, verlängert sie für LinkedIn oder erzeugt aus einer Idee mehrere Varianten. Er steckt in allen Tarifen, auch im kostenlosen, und zwar ohne Credit-System. Das ist bei der Konkurrenz unüblich, wo KI-Funktionen meist streng rationiert werden. Auf Deutsch schreibt er brauchbar, wenn auch etwas glatt.
Der Ideenspeicher. Ein Ablagefach für halbfertige Gedanken, Screenshots und Links, praktisch für jede Art von Content-Marketing. Zusammen mit der Browser-Erweiterung kannst du Fundstücke wegspeichern und später zu Beiträgen ausbauen. Im Gratis-Tarif sind 100 Ideen möglich.
Das Kommentar-Postfach. Seit 2026 laufen Kommentare von Instagram, Facebook, TikTok, YouTube und weiteren Kanälen in einer gemeinsamen Ansicht zusammen, inklusive Antwortvorschlägen. Achtung: Es geht wirklich nur um öffentliche Kommentare, Direktnachrichten bleiben außen vor. Wer den Kundenservice über Instagram-DMs abwickelt, braucht dafür weiterhin die App.
Die Auswertungen. Reichweite, Interaktionen und Follower-Entwicklung pro Kanal, dazu Hinweise auf die besten Sendezeiten. Solide, aber flach: Eine Wettbewerbsanalyse fehlt, und Erwähnungen deiner Marke ohne Verlinkung findet Buffer nicht. Wer wissen will, worüber die Leute reden, braucht ein anderes Werkzeug.
Praktisch für Shop-Betreiber ist außerdem die Canva-Anbindung. Du öffnest Canva direkt aus dem Beitragseditor, gestaltest dein Bild und übernimmst es, ohne Dateien hin und her zu schieben.
Was Buffer kostet
Buffer rechnet pro Kanal ab, nicht pro Paket. Ein Kanal ist dabei ein verbundenes Konto: Dein Instagram-Profil ist einer, deine Facebook-Seite ein zweiter, TikTok ein dritter. Dieses Modell ist fair, wenn du wenige Kanäle bespielst, und wird spürbar teuer, sobald du breiter aufgestellt bist.
| Tarif | Preis | Das Wichtigste |
|---|---|---|
| Free | 0 $ | 3 Kanäle, 10 vorgeplante Posts je Kanal, KI-Assistent, Kommentar-Postfach, Auswertungen der letzten 30 Tage |
| Essentials | 6 $ je Kanal/Monat 5 $ bei Jahreszahlung |
Unbegrenzt Beiträge, ausführliche Auswertungen, Hashtag-Verwaltung, geplanter Erstkommentar |
| Team | 12 $ je Kanal/Monat 10 $ bei Jahreszahlung |
Alles aus Essentials, dazu beliebig viele Teammitglieder, Freigaben und Rechteverwaltung |
Ab dem elften Kanal sinkt der Preis auf 4 US-Dollar, ab dem 26. auf 3 US-Dollar. Für Einsteiger spielt das keine Rolle, für Agenturen mit vielen Kundenkonten schon.
Ein Rechenbeispiel. Ein Shop mit Instagram, TikTok, Facebook-Seite und Pinterest hat vier Kanäle. Das sind im Essentials-Tarif 24 US-Dollar monatlich oder 240 US-Dollar im Jahr bei Vorauszahlung. Zum Vergleich: Metricool rechnet nach Marken statt nach Kanälen ab und deckt dasselbe Setup im Starter-Tarif für 16 Euro monatlich ab. Bei ein bis zwei Kanälen dreht sich das Bild, dann ist Buffer klar günstiger.
Die Testphase läuft 14 Tage ohne Kreditkarte. Gibst du am Ende keine Zahlungsdaten ein, fällt dein Konto automatisch auf den Gratis-Tarif zurück, statt dass eine Rechnung kommt. Bereits eingeplante Beiträge werden noch veröffentlicht, solange du unter der Drei-Kanal-Grenze bleibst. Das ist entspannter geregelt als bei den meisten Wettbewerbern.
Was im Alltag gut funktioniert
Der stärkste Punkt ist der Einstieg. Buffer ist nach 15 Minuten verstanden, ohne Handbuch und ohne Einführungsvideo. Auf Capterra bekommt die Bedienbarkeit 4,6 von 5 Punkten, und in den Bewertungen taucht immer wieder derselbe Satz auf: Es gibt praktisch nichts zu lernen. Für jemanden, der nebenbei einen Shop aufbaut, ist das mehr wert als die längste Funktionsliste.
Der zweite Punkt ist der Gratis-Tarif. Drei Kanäle mit je zehn vorgeplanten Beiträgen klingen wenig, reichen aber für zwei bis drei Wochen Vorlauf. Und weil ein Platz wieder frei wird, sobald ein Beitrag veröffentlicht wurde, kannst du dauerhaft damit arbeiten. Dass der KI-Assistent hier ohne Limit mitläuft, macht das Angebot ungewöhnlich großzügig.
Drittens ist Buffer bei neuen Netzwerken schnell dabei. Bluesky, Threads und Mastodon waren hier früher nutzbar als bei den meisten Wettbewerbern. Wenn sich eine Plattform verändert, hast du gute Chancen, dass Buffer mitzieht.
Wo die Grenzen liegen
Hier wird es unangenehm, und diesen Teil solltest du vor der Anmeldung lesen.
Verbindungsabbrüche. Der mit Abstand häufigste Kritikpunkt. Die Verbindung zu Instagram und Facebook löst sich in unregelmäßigen Abständen und muss neu hergestellt werden. Buffer selbst bezeichnet das in seiner Hilfe als normales Verhalten und führt es auf die Sicherheitsvorgaben von Meta zurück. Das stimmt sachlich, hilft dir aber nicht, wenn deine Reels drei Tage lang nicht rausgehen. Andere Anbieter haben dasselbe Problem, es trägt trotzdem spürbar zum Frust bei.
Fehlgeschlagene Veröffentlichungen. Eng damit verwandt und in den Bewertungen ebenso präsent: Ein Beitrag steht als eingeplant im Kalender und erscheint trotzdem nicht. Die praktische Konsequenz ist unschön, weil sie den Sinn der Sache untergräbt: Du musst regelmäßig nachschauen, ob wirklich alles veröffentlicht wurde.
Nur eine Warteschlange pro Kanal. Wenn du Produktvorstellungen, Tipps und Behind-the-Scenes in unterschiedlichen Rhythmen ausspielen willst, wird es umständlich. Buffer kennt keine inhaltlichen Kategorien mit eigenen Zeitplänen, wie es SocialBee anbietet. Es gibt auch keine automatische Wiederverwendung: Wer einen gut gelaufenen Beitrag in drei Monaten erneut ausspielen möchte, legt ihn von Hand neu an.
Die Vorschau täuscht. Was du im Editor siehst, entspricht nicht exakt der späteren Darstellung im Netzwerk. Zeilenumbrüche und Abstände verschieben sich, was bei längeren Texten ärgerlich ist.
Massen-Upload nur eingeschränkt. Es gibt einen CSV-Import für bis zu 100 Beiträge, aber nur für Text und ein einzelnes Bild. Videos, Karussells, Reels und Stories lassen sich nicht auf diesem Weg einspielen. Für einen Shop, der vor allem mit Bewegtbild arbeitet, entfällt dieser Zeitspar-Hebel damit größtenteils.
Was speziell für den DACH-Raum gilt
Buffers Website ist auf Deutsch verfügbar, und das führt leicht in die Irre. Das Werkzeug selbst ist im Browser und auf dem iPhone nur englisch, ebenso das Hilfe-Center und der Support. Wir haben das geprüft: Auch mit deutscher Spracheinstellung im Browser bleibt die Oberfläche englisch. Einzig die Android-App folgt der Sprache deines Geräts und spricht damit auch Deutsch. Ausgerechnet dort also, wo du am wenigsten planst.
Dazu kommt die Abrechnung: Buffer stellt nur in US-Dollar in Rechnung und akzeptiert ausschließlich Kredit- und Debitkarten. PayPal, Lastschrift und Überweisung sind nicht möglich, und deine Bank kann Fremdwährungsgebühren berechnen.
Beim Thema Umsatzsteuer wird es für Gründer interessant. Buffer listet in seinem Hilfeartikel genau auf, wo Steuern erhoben werden, und nennt dabei einzelne US-Bundesstaaten sowie das Vereinigte Königreich. Deutschland und die EU tauchen dort nicht auf, die Rechnung kommt also netto. Für vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmer ist das ein Nullsummenspiel, weil die Steuer selbst angemeldet und gleichzeitig als Vorsteuer gezogen wird. Wenn du dagegen die Kleinunternehmerregelung nutzt, bleibt die Steuer bei dir hängen und das Abo wird effektiv teurer. Sprich diesen Punkt mit deinem Steuerberater durch, bevor du buchst.
Datenschutzseitig verarbeitet Buffer als US-Unternehmen in den USA, laut eigener Unterlagen gestützt auf das EU-US-Datenschutzrahmenwerk und ergänzend auf Standardvertragsklauseln. Einen Auftragsverarbeitungsvertrag stellt Buffer als Dokument bereit, du musst ihn aber selbst anfordern. Wer den KI-Assistenten nutzt, sollte wissen, dass die Inhalte dabei an externe KI-Anbieter gehen. Ein Hosting in der EU gibt es nicht, wer das braucht, landet beim selbst betriebenen Postiz.
Was Nutzer über Buffer sagen
Die Bewertungen fallen je nach Portal deutlich unterschiedlich aus, und dieses Gefälle ist selbst die interessanteste Erkenntnis.
| Portal | Bewertung | Anzahl |
|---|---|---|
| Capterra | 4,5 / 5 | 1.492 Bewertungen |
| G2 | 4,3 / 5 | rund 1.070 Bewertungen |
| OMR Reviews (deutsch) | 4,0 / 5 | 47 Bewertungen |
| Trustpilot | 3,4 / 5 | 117 Bewertungen, davon 44 % mit einem Stern |
Auf den Software-Portalen bewerten Leute das Produkt, auf Trustpilot landen überwiegend Beschwerden. Entsprechend sammeln sich dort Abrechnungsärger und genau die beiden Probleme, die wir oben beschrieben haben. Ein Nutzer bringt es im Juli 2026 auf den Punkt: Das Veröffentlichen sei unzuverlässig gewesen, was den ganzen Zweck des Tools zunichtemache. Immerhin bewegt sich etwas, denn Buffer antwortet inzwischen auf diese Bewertungen, und der Trustpilot-Wert hat sich im Lauf des Jahres 2026 von etwa 2,2 auf 3,4 verbessert.
Auf dem deutschen Portal OMR Reviews klingt es milder. Gelobt werden das günstige Anbinden mehrerer Kanäle und die weitgehend selbsterklärende Bedienung. Aber auch dort steht der Satz, dass Buffer nicht zuverlässig funktioniere und Beiträge immer wieder nicht veröffentlicht würden.
In Diskussionsforen ist der Tenor freundlich, aber mit einem klaren Muster: Buffer gilt als gutes Einsteigerwerkzeug, aus dem man irgendwann herauswächst. Wer viele Konten verwaltet, wechselt meist wegen der Kosten zu Metricool oder Publer.
Buffer im Vergleich zu den Alternativen
| Tool | Einstiegspreis | Stärke gegenüber Buffer |
|---|---|---|
| Metricool | Gratis-Tarif, ab 16 €/Monat | Abrechnung nach Marken statt Kanälen, deutlich tiefere Auswertungen inklusive Wettbewerbsbeobachtung, deutsche Oberfläche |
| Publer | Gratis-Tarif, ab 5 $/Monat | Echter Massen-Upload und automatische Wiederverwendung von Beiträgen, beides fehlt Buffer |
| Later | ab 25 $/Monat, kein Gratis-Tarif mehr | Visuelle Feed-Planung für Instagram, gut für stark bildgetriebene Marken |
| Hootsuite | ab 99 $/Monat | Markenbeobachtung, echtes Nachrichten-Postfach, Team-Workflows – für Einsteiger jedoch völlig überdimensioniert |
| Postiz | ab 29 $/Monat, selbst gehostet gratis | Quelloffen und auf eigenem Server betreibbar, dadurch volle Datenkontrolle in der EU |
| Meta Business Suite | kostenlos | Kostet nichts für Instagram und Facebook, plant aber nur rund 30 Tage im Voraus und kennt kein TikTok oder Pinterest |
Das eigentliche Duell für deutschsprachige Shop-Betreiber lautet Buffer gegen Metricool. Buffer gewinnt bei ein bis zwei Kanälen, bei der Einfachheit und beim Gratis-Tarif. Metricool zieht ab drei, vier Kanälen vorbei, weil das Preismodell dann günstiger ist, und punktet mit deutscher Oberfläche sowie deutlich besseren Auswertungen. Wer hauptsächlich Zeit sparen will, nimmt Buffer. Wer Zahlen sehen und daraus lernen will, nimmt Metricool.
Der kostenlose Weg über die Meta Business Suite funktioniert übrigens, hat aber einen Haken, der ihn für die meisten disqualifiziert: TikTok lässt sich dort gar nicht planen, und TikTok Studio selbst kommt nur zehn Tage im Voraus. Wie du TikTok als Verkaufskanal aufziehst, steht in unserem Guide zum TikTok Shop. Sobald du beide Plattformen zusammen bespielen willst, brauchst du ein Werkzeug wie Buffer.
Für wen sich Buffer lohnt
Gut geeignet, wenn du gerade mit deinem Shop startest und Social Media systematisch angehen willst, ohne dich in Software einzuarbeiten. Wenn du ein bis drei Kanäle bespielst, allein arbeitest und der englischen Oberfläche gelassen gegenüberstehst, bekommst du hier viel für wenig bis gar kein Geld.
Eher ungeeignet, wenn du fünf oder mehr Kanäle betreust, tiefe Auswertungen und Wettbewerbsvergleiche brauchst, deine Beiträge automatisch wiederverwenden willst oder auf eine deutsche Oberfläche und eine EU-Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer angewiesen bist.
Unser Fazit
Buffer ist das Werkzeug, das dich am schnellsten von unregelmäßigem Posten zu einem echten Rhythmus bringt. Die Bedienung ist vorbildlich, der Gratis-Tarif ist kein Lockangebot, sondern taugt dauerhaft, und hinter dem Produkt steht eine Firma, die ihre Zahlen offenlegt und seit Jahren profitabel arbeitet. Das ist in diesem Marktsegment nicht selbstverständlich.
Zwei Dinge halten die Bewertung bei 3,8. Die Veröffentlichung läuft nicht so verlässlich, wie sie müsste, und das ist bei einem Tool, dessen einziger Zweck das automatische Veröffentlichen ist, ein schwerer Vorwurf. Dazu kommt das Preismodell: Was bei zwei Kanälen günstig wirkt, ist bei fünf Kanälen teurer als die Konkurrenz.
Unsere Empfehlung ist deshalb pragmatisch: Starte mit dem Gratis-Tarif. Er kostet nichts, verlangt keine Kreditkarte und beantwortet nach zwei Wochen die einzige Frage, die zählt, nämlich ob du mit dieser Art zu arbeiten zurechtkommst. Wenn ja und du bei wenigen Kanälen bleibst, ist Essentials sein Geld wert. Wenn dein Setup wächst, schau dir Metricool an.
Buffer selbst ausprobieren
Der Gratis-Tarif umfasst drei Kanäle, zehn vorgeplante Beiträge je Kanal und den KI-Assistenten ohne Limit. Keine Kreditkarte, keine Frist.
* Affiliate-Link: Registrierst du dich darüber, bekommen wir eine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts.
Häufige Fragen zu Buffer
Ist Buffer wirklich dauerhaft kostenlos nutzbar?
Ja. Der Gratis-Tarif hat kein Ablaufdatum und verlangt keine Kreditkarte. Du verbindest bis zu drei Kanäle und kannst je Kanal zehn Beiträge vorplanen. Sobald ein Beitrag veröffentlicht wurde, wird sein Platz wieder frei, du kannst also fortlaufend damit arbeiten. Enthalten sind außerdem der KI-Assistent ohne Nutzungslimit, das Kommentar-Postfach und Auswertungen der letzten 30 Tage.
Was kostet Buffer für vier Social-Media-Kanäle?
Buffer rechnet pro Kanal ab. Vier Kanäle kosten im Essentials-Tarif 24 US-Dollar monatlich, bei jährlicher Zahlung 20 US-Dollar monatlich, also 240 US-Dollar im Jahr. Im Team-Tarif mit Freigabe-Funktionen sind es 48 beziehungsweise 40 US-Dollar monatlich. Ab dem elften Kanal sinkt der Preis je Kanal auf 4 US-Dollar.
Kann Buffer Instagram-Reels und TikTok automatisch veröffentlichen?
Ja, beides geht automatisch, ohne dass du zur geplanten Zeit am Handy sein musst. Voraussetzung ist bei Instagram ein Business- oder Creator-Konto, bei TikTok ein Business-Profil. In bestimmten Fällen weicht Buffer auf eine Erinnerung per App aus, etwa bei Musik aus dem Instagram-Katalog oder bei markierten Kollaborations-Partnern. Das ist eine Einschränkung der Netzwerk-Schnittstellen und betrifft alle Planungstools.
Gibt es Buffer auf Deutsch?
Nur teilweise. Die Website buffer.com ist auf Deutsch verfügbar, die Anwendung selbst jedoch nicht: Oberfläche, Hilfe-Center und Support sind englisch. Auch eine deutsche Spracheinstellung im Browser ändert daran nichts. Wer eine durchgängig deutsche Bedienung braucht, sollte sich Metricool ansehen.
Warum verliert Buffer ständig die Verbindung zu Instagram?
Meta lässt Zugriffsrechte für Drittanbieter regelmäßig ablaufen, unter anderem nach Passwortänderungen oder längerer Inaktivität. Buffer beschreibt dieses Verhalten in seiner Hilfe als normal und bietet eine Funktion zum Erneuern der Verbindung an. Das Problem betrifft alle Planungstools, gehört bei Buffer aber zu den häufigsten Kritikpunkten in Nutzerbewertungen. Prüfe deshalb einmal wöchentlich, ob alle Kanäle verbunden sind.
Buffer oder Metricool: Was ist für einen deutschen Shop besser?
Bei ein bis zwei Kanälen ist Buffer die bessere Wahl, weil es einfacher zu bedienen und günstiger ist. Ab drei bis vier Kanälen dreht sich das Bild: Metricool rechnet nach Marken statt nach Kanälen ab, kostet im Starter-Tarif 16 Euro monatlich und bietet deutlich tiefere Auswertungen samt Wettbewerbsbeobachtung. Dazu kommt die deutsche Oberfläche, die im DACH-Raum oft den Ausschlag gibt.
Kann ich bei Buffer per PayPal oder auf Rechnung zahlen?
Nein. Buffer akzeptiert ausschließlich Kredit- und Debitkarten von Visa, Mastercard, American Express, JCB, Discover und Diners Club. PayPal, Lastschrift und Überweisung sind nicht möglich, und abgerechnet wird in US-Dollar. Zur Umsatzsteuer für EU-Kunden macht Buffer auf der Preisseite keine Angaben, kläre die Rechnungsstellung im Zweifel vorab.
