Was ist ein Payment Service Provider? Definition
Ein Payment Service Provider (PSP), auf Deutsch Zahlungsdienstleister, wickelt die Bezahlvorgänge in deinem Shop ab. Er bindet die einzelnen Zahlungsarten technisch an, leitet Transaktionen an Banken und Kartennetzwerke weiter und übernimmt Autorisierung, Abrechnung und Auszahlung.
Ohne PSP müsstest du jede Zahlungsart einzeln vertraglich und technisch anbinden. Der Dienstleister bündelt das in einer Schnittstelle.
Was er übernimmt
Typisch sind die Bereitstellung der Zahlungsarten, Betrugsprüfung, Abwicklung von Chargebacks, Erfüllung der Sicherheitsanforderungen nach PCI DSS und die Umsetzung der starken Kundenauthentifizierung. Viele Anbieter übernehmen zusätzlich das Forderungsmanagement beim Kauf auf Rechnung.
Gebührenmodelle
Verbreitet ist eine Kombination aus prozentualem Anteil am Transaktionsbetrag und einer Festgebühr je Transaktion. Dazu kommen je nach Anbieter monatliche Grundgebühren, Gebühren für Rückbuchungen, Aufschläge für Karten außerhalb des EWR und Kosten für Währungsumrechnung.
Bei kleinen Warenkörben schlägt die Festgebühr überproportional durch. Ein Vergleich sollte deshalb immer mit dem eigenen durchschnittlichen Bestellwert gerechnet werden, nicht mit dem beworbenen Prozentsatz.
Auswahlkriterien
Wichtig sind die im DACH-Raum erwarteten Zahlungsarten, insbesondere Kauf auf Rechnung, PayPal, Lastschrift und Klarna. Fehlt eine davon, steigt die Warenkorbabbruchrate unabhängig von den Gebühren.
Daneben zählen die Auszahlungsfrist, die Integration in dein Shopsystem und deine Buchhaltung sowie die Frage, wer bei Zahlungsausfall das Risiko trägt. Beim echten Rechnungskauf mit Ausfallschutz übernimmt das der Anbieter, was die höheren Gebühren erklärt.
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