Was ist die Warenkorbabbruchrate? Definition
Die Warenkorbabbruchrate misst, wie viele Kunden Produkte in den Warenkorb legen, den Kauf aber nicht abschließen. Sie wird berechnet als abgebrochene Warenkörbe geteilt durch alle erstellten Warenkörbe. Legen 1.000 Besucher etwas in den Warenkorb und bestellen davon 250, liegt die Abbruchrate bei 75 Prozent.
Werte in dieser Größenordnung sind im Handel normal. Ein Teil der Abbrüche ist kein Problem: Viele Nutzer legen Artikel in den Warenkorb, um Versandkosten zu prüfen oder Produkte zu merken.
Die häufigsten Abbruchgründe
Der mit Abstand meistgenannte Grund sind Zusatzkosten, die erst im Checkout sichtbar werden, also Versand, Zoll oder Servicegebühren. Dazu kommen ein Kaufabschluss, der ein Kundenkonto erzwingt, eine zu lange Formularstrecke, fehlende Zahlungsarten und Zweifel an der Seriosität des Shops.
Im DACH-Raum wiegt die Zahlungsart besonders schwer: Fehlt der Kauf auf Rechnung, verlierst du einen Teil der Kundschaft unabhängig davon, wie gut der Rest des Checkouts funktioniert.
Abbruch und Kaufabbruch unterscheiden
Neben der Warenkorbabbruchrate gibt es die Checkout-Abbruchrate, die erst ab dem Start des Bestellprozesses zählt. Sie ist die härtere Kennzahl, weil hier bereits Kaufabsicht vorliegt. Wer beide Werte trennt, sieht, ob das Problem vor oder nach dem Klick auf Kasse liegt.
Was messbar hilft
Versandkosten früh anzeigen, Gastbestellung erlauben, Felder reduzieren und gängige Zahlarten anbieten. Abbrecher lassen sich zusätzlich per E-Mail zurückholen, sofern eine Einwilligung vorliegt. Solche Mails gehören zu den Kampagnen mit den höchsten Öffnungsraten im E-Commerce.
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