Du hast Wissen, das andere weiterbringt – einen Kurs, ein Coaching-Programm, eine Anleitung. Aber sobald es ans Technische geht, wird’s zäh: Wo hostest du die Videos? Wie baust du einen geschützten Mitgliederbereich? Und ist das Ganze überhaupt DSGVO-konform? Genau hier setzt Coachy an – eine deutschsprachige Kursplattform, die verspricht, dass du ohne Technik-Wissen in kurzer Zeit deine eigene Online-Akademie aufbaust. In diesem ehrlichen Test schauen wir, was Coachy 2026 wirklich kann, was es kostet – und für wen es sich lohnt.
TL;DR: Coachy in 30 Sekunden
- Was es ist: Coachy ist eine deutschsprachige Kursplattform & Mitgliederbereich-Software für Coaches und Kursersteller im DACH-Raum – bewusst einfach gehalten, DSGVO-konform mit EU-Hosting.
- Preise (zzgl. MwSt., jährlich): Premium 35 €/Mon., Deluxe 65 €, Enterprise 195 €. 30 Tage kostenlos testen, ohne Kreditkarte.
- Für wen: Ein No-Brainer für nicht-technische Einzel-Creator, die schnell und rechtssicher einen sauberen Mitgliederbereich auf Deutsch wollen.
- Der Haken: Coachy hat kein eigenes Zahlungssystem (Verkauf läuft über Digistore24/CopeCart), das günstige Premium-Paket ist stark abgespeckt, und für Funnels/Skalierung gibt es stärkere Alternativen.
💡 Ehrlichkeits-Hinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links (mit * markiert). Wirst du darüber Kunde, erhalten wir eventuell eine Provision – für dich bleibt der Preis gleich. Unsere Einschätzung bleibt unabhängig: Wir sagen dir auch klar, wo Coachy schwächelt und wann eine Alternative besser passt.
Was ist Coachy überhaupt?
Coachy ist eine cloudbasierte Kurs- und Mitgliederbereich-Plattform für Coaches, Trainer, Kursersteller und Unternehmen. Auf Deutsch: Software, mit der du ohne Programmierkenntnisse Online-Kurse, Coaching-Programme und geschützte Mitgliederbereiche erstellst und verkaufst. Das Kernversprechen laut Anbieter: „Erstelle deine eigene Lernplattform – die einzige Software, die du brauchst.“ Der große Fokus liegt auf Einfachheit und dem deutschsprachigen Markt.
Ein Punkt, den viele „Made in Germany“-Aussagen verschweigen und den wir ehrlich einordnen: Betreiber ist die Coachy OOD mit Sitz in Sofia, Bulgarien (Geschäftsführer: Dennis Spohr, gegründet 2017). Es ist also keine deutsche „Coachy GmbH“. Das Produkt, der Support und die Ausrichtung sind aber klar deutschsprachig und auf den DACH-Raum zugeschnitten, und die Daten liegen laut Anbieter auf EU-Servern. Auf Trustpilot steht Coachy mit 4,8 von 5 („Hervorragend“) sehr gut da.
Für wen ist Coachy gedacht?
| Zielgruppe | Typischer Use Case |
|---|---|
| Coaches & Trainer | Coaching-Programme mit geschütztem Mitgliederbereich |
| Kursersteller | Online-Kurse erstellen & über Digistore24 verkaufen |
| Wissensvermarkter | Digitale Produkte, Content-Abos |
| Unternehmen / HR | Mitarbeiterschulung, Onboarding, Blended Learning |
Coachy in Aktion: Video-Tutorial
Bevor wir in die Details gehen, siehst du hier ein deutsches Schritt-für-Schritt-Tutorial, das die Kurserstellung in Coachy zeigt – so bekommst du in wenigen Minuten ein Gefühl für die Bedienung:
Video: „Coachy Tutorial: Onlinekurs erstellen | Schritt für Schritt“ (Kanal: Online Toolkiste). Es zeigt den grundsätzlichen Ablauf – einzelne Menüs können sich seit dem Upload leicht geändert haben.
Coachy Funktionen im Überblick
Coachy deckt alles ab, was du für einen professionellen Mitgliederbereich brauchst – hält sich aber bewusst schlank.
- Kurs-Builder mit eigenem Hosting: Videos, Audios und Downloads lädst du direkt auf die Coachy-Server (DSGVO-konform in der EU); alternativ kannst du YouTube/Vimeo einbetten.
- Mitgliederverwaltung: manuelle Anlage, CSV-Import und 1:1-Freischaltung – du bestimmst, wer welchen Inhalt wann sieht. Mitgliederzahl in allen Paketen unbegrenzt.
- Drip-Content: zeitgesteuerte, sequenzielle Freischaltung von Lektionen (schon im Premium-Paket).
- Tests & Zertifikate: Quizze und Abschluss-Zertifikate – allerdings erst ab Deluxe.
- Community light: Kommentare unter Inhalten plus Verlinkung deiner Facebook-/Slack-Gruppe. Ein vollwertiges internes Forum gibt es nicht.
- Eigene App (PWA): Coachy bietet eine White-Label-Web-App zum „Zum-Home-Bildschirm-Hinzufügen“ mit eigenem Icon & Namen – aber keine native App im Apple App Store oder Google Play Store.
- Design & Landingpages: Farben, Schriften, Logo anpassbar plus Landingpage-Builder 2.0. Eigene Domain erst ab Deluxe (einmalig 25 € Einrichtung).
- Automationen & E-Mail: 12 Ereignisse (z. B. Zugang erhalten, Lektion abgeschlossen, x Tage inaktiv) setzen Tags in deinem E-Mail-Tool. Native Anbindungen: KlickTipp, Quentn, GetResponse, CleverReach, Mailchimp, ActiveCampaign, Brevo.
💡 Gut zu wissen: Viele der stärkeren Funktionen (eigene Domain, Upsells/Downsells, Zertifikate, Zapier/Make, eigenes SMTP) sind erst ab dem Deluxe-Paket freigeschaltet. Das günstige Premium ist eher ein Einstiegspaket.
Was kostet Coachy? Preise 2026 im Klartext
Coachy hat drei Pakete. Die Werbepreise gelten bei jährlicher Zahlung (rund 2 Freimonate); bei monatlicher Zahlung wird es teurer. Alle Preise zzgl. MwSt.
| Paket | Jährlich (pro Monat) | Monatlich | Für wen & Limits |
|---|---|---|---|
| Premium | 35 € | 42 € | Einstieg, 1 Kurs; ohne eigene Domain, Zertifikate, Upsells |
| Deluxe (Empfehlung) | 65 € | 78 € | 3–5 Kurse, eigene Domain, Zertifikate, Upsells, Zapier/Make |
| Enterprise | 195 € | 234 € | unbegrenzte Kurse, Livestreams, Mitarbeiter-Rollen, Priority-Support |
Mitglieder und Speicherplatz sind in allen Paketen unbegrenzt. Zusätzliche Kurse kosten je nach Paket ca. 8–9 €/Monat, die Einrichtung einer eigenen Domain einmalig 25 € zzgl. MwSt. Es gibt eine 30-tägige kostenlose Testphase ohne Kreditkarte. Preise können sich ändern – maßgeblich ist die offizielle Preisseite.
Teste Coachy 30 Tage kostenlos
Ohne Kreditkarte, ohne Risiko: Bau dir in wenigen Minuten deinen ersten Mitgliederbereich und schau, ob Coachy zu dir passt.
Zahlungen: So verkaufst du mit Coachy
Ein wichtiger Punkt, den du vorher wissen musst: Coachy hat kein eigenes Zahlungssystem. Für den Verkauf koppelst du einen externen Zahlungsanbieter an – nativ unterstützt werden Digistore24 und CopeCart. Weitere Anbieter (PayPal, Stripe, Shopify, WooCommerce, ablefy) laufen über Zapier/Make, das aber erst ab Deluxe verfügbar ist.
Für die meisten DACH-Kursersteller ist das kein Nachteil, sondern sogar praktisch: Digistore24 übernimmt als „Reseller“ die komplette Zahlungsabwicklung inklusive Rechnungen, Umsatzsteuer und – falls gewünscht – einem eigenen Affiliate-Programm für deinen Kurs. Du verkaufst also über Digistore24 und lieferst den Kurs automatisch über Coachy aus. Wenn du Coachy testen willst, geht das direkt über Digistore24:
Coachy & DSGVO: Wie „deutsch“ ist es wirklich?
Für den DACH-Markt ist Datenschutz oft das Kaufargument – und hier punktet Coachy grundsätzlich:
- EU-Hosting & DSGVO: Coachy speichert Daten nach eigenen Angaben innerhalb der EU und stellt einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AV-Vertrag) direkt im Account bereit. Ein kostenloser Impressums-/Datenschutz-Generator ist integriert.
- Sicherheit: Zwei-Faktor-Authentifizierung und eine Begrenzung gleichzeitig eingeloggter Geräte (Schutz gegen Account-Sharing).
- Ehrliche Einordnung: Ein Serverstandort explizit in Deutschland ist offiziell nicht belegt – die Daten liegen „in der EU“. Betreiber ist die Coachy OOD in Bulgarien. Für die allermeisten Anwendungsfälle ist EU-Hosting + AV-Vertrag völlig ausreichend; wenn du „Server in Deutschland“ brauchst, frag das aktiv beim Support nach.
Für wen ist Coachy ein No-Brainer – und für wen nicht?
✅ Das ist DEIN Tool, wenn …
- … du nicht technikaffin bist und schnell einen sauberen, professionellen Mitgliederbereich willst.
- … dir deutscher Support & DSGVO wichtig sind.
- … du einen oder wenige Kurse anbietest und über Digistore24/CopeCart verkaufst.
- … du das Ganze ohne Risiko testen willst – 30 Tage gratis, keine Kreditkarte.
🚫 Schau dir lieber Alternativen an, wenn …
- … du aggressive Sales-Funnels und tiefes E-Mail-Marketing aus einer Hand brauchst (→ Kajabi, ablefy).
- … du ein integriertes Zahlungssystem ohne Drittanbieter willst (→ ablefy/elopage).
- … du viele Kurse zum Flatrate-Preis skalieren willst (→ Mentortools „alles inklusive“).
- … dir maximale Design-Freiheit und ein großes App-Ökosystem wichtig sind.
Was Nutzer sagen: Stärken & Kritik
Coachy wird auf Trustpilot mit 4,8/5 bewertet (rund 260 Bewertungen, ~96 % mit 4–5 Sternen). Andere Portale wie OMR Reviews, Capterra oder G2 haben aktuell keine belastbare Bewertungsbasis – Trustpilot ist die aussagekräftigste Quelle.
👍 Was Nutzer loben
- Einfachheit: „super einfaches Tool“, auch für technische Laien in Minuten startklar.
- Deutscher Support: der am häufigsten genannte Pluspunkt – schnell, kompetent, ohne Sprachbarriere.
- DSGVO & EU-Hosting: zentrales Kaufargument für DACH-Kunden.
👎 Wo es hakt
- Kein eigener Zahlungsanbieter: Verkauf nur über Digistore24/CopeCart – anders als bei ablefy/elopage.
- Premium ist stark abgespeckt: keine eigene Domain, keine Zertifikate, keine Upsells – für vieles brauchst du Deluxe.
- 25 €-Domain-Einrichtungsgebühr: in dieser Preisklasse von manchen als unnötig kritisiert.
- Design & technische Details: Anpassung teils als „clunky“ empfunden, nur Einzel-Datei-Upload (kein Massen-Uploader).
Coachy vs. Alternativen
| Tool | Preis (ca.) | Unterschied zu Coachy |
|---|---|---|
| Mentortools | 49 €/Mon. flat | „alles inklusive/unbegrenzt“ zum Einheitspreis – besser zum Skalieren vieler Kurse |
| Memberspot | ab 39 €/Mon. | stärkerer Fokus auf Design, Performance & Skalierung |
| ablefy (ex-elopage) | ab 39 €/Mon. + Gebühren | Kursplattform und eigener Zahlungsanbieter – all-in-one, aber komplexer |
| Kajabi | ab ~199 $/Mon. | Marketing-/Funnel-Gigant, aber teuer, englisch & nicht out-of-the-box DSGVO |
Kurzfazit: Coachy gewinnt bei Einfachheit, deutschem Support und DSGVO. Willst du viele Kurse flat skalieren, ist Mentortools die naheliegendste Alternative – wir haben es hier ausführlich getestet. Für integrierte Zahlungen & Funnels lohnt der Blick auf ablefy.
Coachy SWOT auf einen Blick
Stärken
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Schwächen
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Chancen
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Risiken
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Fazit: Lohnt sich Coachy?
Ja – für die richtige Zielgruppe. Wenn du ein nicht-technischer Coach oder Kursersteller im DACH-Raum bist und schnell, rechtssicher und ohne Frust einen professionellen Mitgliederbereich willst, ist Coachy eine der einfachsten und sympathischsten Lösungen am Markt. Der deutsche Support und die DSGVO-Konformität sind echte Argumente.
Zwei Dinge solltest du realistisch sehen: Erstens brauchst du für Verkäufe Digistore24 oder CopeCart – ein eigenes Zahlungssystem gibt es nicht. Zweitens ist das günstige Premium-Paket ein Einstieg; für Zertifikate, eigene Domain und Automationen landest du schnell bei Deluxe. Wer viele Kurse flat skalieren oder aggressive Funnels bauen will, ist mit Mentortools bzw. Kajabi/ablefy besser bedient.
Unsere Empfehlung: Nutze die 30 Tage kostenlos, bau deinen ersten Kurs und prüfe, ob dir die Einfachheit den Preis wert ist. Du gehst kein Risiko ein.
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