Was ist Social Commerce? Definition
Social Commerce bezeichnet den Verkauf von Produkten direkt innerhalb sozialer Netzwerke. Der Unterschied zum klassischen Social-Media-Marketing liegt im Kaufabschluss: Dieser findet in der Plattform statt und nicht erst nach einem Wechsel in den Shop.
Der Kaufimpuls entsteht dabei aus dem Inhalt. Anders als in der Suche, wo eine Nachfrage bereits besteht, wird sie hier durch Video, Empfehlung oder Livestream ausgelöst.
Die gängigen Formate
Dazu zählen Produkt-Tags in Beiträgen und Stories, In-App-Shops wie TikTok Shop, Live Shopping mit Kaufmöglichkeit während der Übertragung und Empfehlungen durch Creator gegen Provision. Auch Verkäufe über Direktnachrichten und Community-Gruppen fallen darunter.
Was im DACH-Raum funktioniert
Die Entwicklung verläuft hier langsamer als in Asien. Ein Grund sind Zahlungsgewohnheiten: Ohne Kauf auf Rechnung bricht ein Teil der Kundschaft ab. Ein anderer ist Vertrauen, weil der Kauf außerhalb bekannter Shop-Umgebungen stattfindet.
In der Praxis wirkt Social Commerce im DACH-Raum deshalb häufig als Entdeckungskanal, während der Abschluss weiterhin im eigenen Shop erfolgt. Diese Mischform lässt sich schwer messen, weil der Weg von der Plattform in den Shop durch Tracking-Einschränkungen oft nicht sichtbar ist.
Welche Produkte sich eignen
Gut funktionieren visuell erklärbare Artikel mit klarem Nutzen und überschaubarem Preis, die eine spontane Kaufentscheidung erlauben. Erklärungsbedürftige oder hochpreisige Produkte brauchen dagegen mehrere Kontaktpunkte und damit eher eine Kombination aus Inhalt, E-Mail und Shop.
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