Was ist die USt-IdNr.? Definition
Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) kennzeichnet Unternehmen im grenzüberschreitenden Waren- und Dienstleistungsverkehr innerhalb der EU. Sie ist nicht identisch mit der Steuernummer, die das Finanzamt für die inländische Veranlagung vergibt.
In Deutschland beginnt sie mit dem Länderkürzel DE, gefolgt von neun Ziffern. Vergeben wird sie vom Bundeszentralamt für Steuern, der Antrag ist kostenlos und online möglich.
Wofür du sie brauchst
Nötig ist die Nummer für steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferungen an Unternehmer in anderen EU-Staaten und für den Bezug von Leistungen im Reverse-Charge-Verfahren. Praktisch heißt das: Ohne sie zahlst du bei Werbeleistungen und Software-Abos aus dem EU-Ausland ausländische Umsatzsteuer, die du nur umständlich zurückbekommst.
Zusätzlich gehört sie ins Impressum, sofern vorhanden.
Prüfung von Kundennummern
Verkaufst du steuerfrei an Unternehmer im EU-Ausland, musst du deren Nummer zum Zeitpunkt der Lieferung prüfen und die Prüfung dokumentieren. Dafür gibt es die qualifizierte Bestätigungsabfrage beim Bundeszentralamt für Steuern, die neben der Gültigkeit auch Name und Anschrift abgleicht.
Wird eine ungültige Nummer verwendet und die Lieferung dennoch steuerfrei behandelt, kann das Finanzamt die Umsatzsteuer von dir nachfordern. Shopsysteme bieten für diese Prüfung Erweiterungen an, die die Abfrage automatisch durchführen und protokollieren.
Zusammenfassende Meldung
Innergemeinschaftliche Lieferungen und bestimmte Dienstleistungen sind zusätzlich in der Zusammenfassenden Meldung an das Bundeszentralamt für Steuern zu melden, aufgeschlüsselt nach der USt-IdNr. des Empfängers.
Dieser Eintrag erklärt den Begriff und ersetzt keine Steuerberatung.
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