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Whitelisten

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Whitelisten ist ein aus dem Englischen übernommener Fachbegriff, der im deutschen Sprachraum, insbesondere in der Informationstechnologie und Cybersicherheit, weit verbreitet ist. Er beschreibt den Prozess, eine Whitelist (deutsch: weiße Liste) zu erstellen und zu verwalten.

Eine Whitelist ist prinzipiell eine Liste von Entitäten (z.B. E-Mail-Absender, IP-Adressen, Anwendungen, URLs oder Benutzern), denen explizit der Zugriff, die Ausführung oder die Nutzung erlaubt wird. Das entscheidende Merkmal dieser Sicherheitsstrategie ist, dass standardmäßig alles verweigert (geblockt) wird, es sei denn, die betreffende Entität ist explizit auf dieser Whitelist aufgeführt.

Dies steht im direkten Gegensatz zum Blacklisting (deutsch: schwarze Liste), bei dem standardmäßig alles erlaubt ist und nur spezifisch unerwünschte oder schädliche Entitäten explizit blockiert werden. Whitelisting gilt daher als eine restriktivere und prinzipiell sicherere Sicherheitsmaßnahme, da nur Bekanntes und Vertrauenswürdiges zugelassen wird, anstatt nur Bekanntes zu verbieten.

Im Deutschen wird "whitelisten" häufig als direktes Verb verwendet ("Wir müssen diese IP-Adresse whitelisten") oder mit Phrasen wie "auf die weiße Liste setzen" oder "freigeben" umschrieben.

Typische Anwendungsbereiche sind:

  • E-Mail-Filterung: Hier werden vertrauenswürdige Absenderadressen gewhitelistet, um sicherzustellen, dass deren Nachrichten nicht versehentlich im Spam-Ordner landen.
  • Netzwerksicherheit: Nur bestimmte IP-Adressen oder MAC-Adressen dürfen auf spezifische Netzwerkressourcen zugreifen.
  • Anwendungssteuerung (Application Whitelisting): In Unternehmen werden nur freigegebene und geprüfte Softwareprogramme zur Ausführung zugelassen, was die Gefahr durch Malware drastisch reduziert.
  • Browser-Sicherheit: Erlaubt Skripte oder Inhalte nur von vorab definierten, vertrauenswürdigen Webseiten.

Der Hauptvorteil des Whitelistings liegt in der deutlich erhöhten Sicherheit, da unbekannte Bedrohungen von vornherein abgewehrt werden. Allerdings erfordert es einen höheren Verwaltungsaufwand, da jede legitime Entität aktiv hinzugefügt werden muss.

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