TL;DR: Companisto in 30 Sekunden
- Companisto ist Deutschlands größte Plattform für Startup-Investments: Seit 2012 haben rund 192.000 registrierte Investoren über 381 Millionen Euro in mehr als 300 Startups investiert. Laut einer ECCL-Studie war Companisto 2025 die volumenstärkste Equity-Crowdfunding-Plattform der EU.
- Du investierst ab 250 € in echte Unternehmensanteile (Aktien oder GmbH-Beteiligungen), nicht mehr in Nachrangdarlehen wie früher. Ab 10.000 € steht der Angel Club offen, inklusive staatlichem INVEST-Zuschuss von 15 Prozent.
- Für Anleger ist die Plattform kostenlos. Companisto verdient erst im Erfolgsfall: 15 Prozent Gewinnbeteiligung auf Ausschüttungen und Exit-Erlöse.
- Die Kehrseite steht bei Companisto selbst auf der Startseite: rund 24 Prozent der Finanzierungsrunden sind ausgefallen. Startup-Investments sind Risikokapital mit Totalverlust-Gefahr, dem stehen Ausnahme-Erfolge wie der KoRo-Exit mit sechsfacher Rendite gegenüber.
- Unsere Bewertung: 4,1 von 5. Seriöse, transparente Plattform mit fairem Kostenmodell, aber schwacher Sekundärmarkt und eine Anlageklasse, die nur mit Spielgeld bespielt werden sollte.
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In Startups investieren war lange ein Club-Geschäft: Wer nicht mindestens 25.000 € mitbrachte und die richtigen Leute kannte, blieb draußen. Companisto hat dieses Modell 2012 aufgebrochen und lässt dich schon ab 250 € einsteigen, seit einigen Jahren sogar mit echten Unternehmensanteilen statt der früher üblichen Nachrangdarlehen.
Für dich als E-Commerce-Gründer ist die Plattform aus zwei Blickwinkeln interessant. Als Anleger kannst du Gewinne aus deinem Shop in eine Anlageklasse streuen, die mit Aktien und ETFs wenig korreliert. Und als Gründer kannst du Companisto nutzen, um selbst Kapital einzusammeln: Ausgerechnet der bekannteste Exit der Plattform, der Snack-Versender KoRo, war ein D2C-E-Commerce-Startup.
Wir haben uns Kosten, Renditechancen, Ausfallquoten und Nutzerstimmen im Detail angesehen und ordnen ein, für wen sich Companisto 2026 lohnt. Wichtig vorab: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung, sondern ein Plattform-Test.
Unsere Bewertung: 4,1 / 5
Die mit Abstand etablierteste deutsche Plattform für Startup-Investments: kostenlos für Anleger, echtes Eigenkapital statt Nachrangdarlehen und eine Transparenz bei den Ausfallzahlen, die in der Branche selten ist. Abzüge gibt es für den rudimentären Sekundärmarkt, an dem du deine Anteile nur mit Glück und Geduld wieder loswirst.
| Auswahl & Startup-Qualität | ★★★★☆ 4,2 |
| Kosten & Konditionen | ★★★★½ 4,7 |
| Bedienung & Investmentprozess | ★★★★½ 4,6 |
| Transparenz & Track Record | ★★★★☆ 4,4 |
| Liquidität & Sekundärmarkt | ★★½☆☆ 2,7 |
🔍 Bewertet nach unserem 5-Kriterien-Testverfahren – jede Note ist nachrechenbar.
* Affiliate-Link: Registrierst du dich darüber, bekommen wir eine Provision. Für dich ändert sich nichts.
Was ist Companisto?
Companisto ist eine Investment-Plattform aus Berlin, gegründet 2012 von den beiden Juristen David Rhotert und Tamo Zwinge, die das Unternehmen bis heute führen. Die Idee: Privatanleger investieren gemeinsam kleine und mittlere Beträge in Startups und Wachstumsunternehmen, die sonst nur professionellen Business Angels und Venture-Capital-Fonds offenstünden.
Die Zahlen nach 14 Jahren können sich sehen lassen: 192.040 registrierte Investoren, über 381 Millionen € Investmentzusagen und 503 Finanzierungsrunden für mehr als 300 Unternehmen (Stand August 2026, eigene Angaben auf der Startseite). Eine Studie des European Crowdfunding Centre ECCL kürte Companisto 2025 zur volumenstärksten Equity-Crowdfunding-Plattform der gesamten EU, mit 49 Millionen € vermitteltem Startup-Eigenkapital in einem Jahr.
Der Markt dahinter hat sich allerdings dramatisch ausgedünnt: Der langjährige Hauptkonkurrent Seedmatch ist mit seiner Muttergesellschaft OneCrowd seit Juli 2026 in der Insolvenz, weitere Plattformen wie Innovestment oder aescuvest sind schon länger vom Markt. Companisto ist damit faktisch der letzte große deutsche Anbieter, bei dem du gezielt in Startups investieren kannst. Was das für dein Risiko bedeutet, klären wir weiter unten.
Rechtlich arbeitet Companisto als Finanzanlagenvermittler mit Erlaubnis nach § 34f GewO; die Wertpapiergeschäfte laufen über die Companisto Wertpapier GmbH als vertraglich gebundener Vermittler unter dem Haftungsdach der Effecta GmbH (BaFin-Register 80164077). Die einzelnen Angebote erscheinen mit von der BaFin gebilligten Prospekten oder Wertpapier-Informationsblättern. Das ist kein Gütesiegel für die Qualität der Startups, sorgt aber für einen regulierten Rahmen.
Companisto im Video
Einen guten unabhängigen Einblick in die Plattform, den Angel Club und den Verkauf von Anteilen gibt dieser knapp 30-minütige Erfahrungsbericht (von Ende 2024, die Grundmechanik ist unverändert):
Video: App Experience (unabhängiger Erfahrungsbericht, Oktober 2024)
So funktioniert das Investieren bei Companisto
Das Prinzip ist bewusst einfach gehalten: Du registrierst dich kostenlos, durchläufst einmalig die Identifikation (etwa per IDnow) und kannst dann in laufende Finanzierungsrunden investieren. Verträge und Dokumente laufen komplett digital, bezahlt wird per Überweisung oder Sofortüberweisung. Eine App gibt es ebenfalls, inklusive Portfolio-Übersicht.
Wichtig zu verstehen ist, was du da eigentlich kaufst. Früher vergab Companisto partiarische Nachrangdarlehen, also Kredite mit Gewinnbeteiligung. Heute wirst du echter Anteilseigner: Je nach Angebot bekommst du Aktien oder GmbH-Anteile, teils direkt, teils gebündelt über eine Pooling-Gesellschaft. Du profitierst von Gewinnausschüttungen und vor allem von einem späteren Exit, hast aber keine Nachschusspflicht, dein Risiko ist auf den Einsatz begrenzt.
Es gibt zwei Einstiegsstufen:
| Startup Investments | Angel Club | |
|---|---|---|
| Mindestbetrag | 250 € pro Investment | 10.000 € pro Investment |
| Instrument | Aktien oder Anteile, meist gepoolt | Echte GmbH-Anteile oder Aktien mit vollen Gesellschafterrechten |
| Besonderheiten | Komplett digital, jeder kann mitmachen | INVEST-Zuschuss: 15 % vom Staat zurück, Vertretung bei Notarterminen, ca. 7.500 Mitglieder |
Der INVEST-Zuschuss ist dabei ein echtes Argument für größere Tickets: Bei förderfähigen Startups erstattet dir der Staat 15 Prozent deiner Investmentsumme. Das durchschnittliche Einzelinvestment im Angel Club liegt laut Companisto bei rund 28.000 €, es geht aber eben schon ab 10.000 € los.
Die Auswahl auf der Plattform ist kuratiert: Companisto gibt an, nur etwa ein Prozent der Bewerbungen zur Finanzierung zuzulassen. Aktuell laufen typischerweise Runden zwischen etwa 370.000 € und 1,25 Millionen €, bei Aktiengesellschaften auch deutlich größere. Der Branchenmix ist 2026 stark KI-lastig, dazu kommen HealthTech, B2B-Software, GreenTech und Logistik.
Kosten: Was verlangt Companisto?
Das Kostenmodell ist erfreulich klar und gehört zu den fairsten am Markt:
| Kostenpunkt | Höhe |
|---|---|
| Registrierung, Depot, Investieren | 0 € – keine Gebühren, kein Agio |
| Gewinnbeteiligung (Carry) | 15 % auf ausgeschüttete Beträge und Exit-Erlöse |
| Steuerabzug | Kapitalertragsteuer wird bei Exits automatisch über den Zahlungsdienstleister Secupay abgeführt |
| Für Startups | 15 % Erfolgsprovision auf die Fundingsumme + 0,65 % p.a. Verwaltungspauschale |
Das bedeutet: Companisto verdient an dir als Anleger nur dann, wenn du selbst Gewinn machst. Ältere Testberichte nennen noch 10 Prozent Gewinnbeteiligung, aktuell sind es laut FAQ 15 Prozent. Bei einem Exit mit Verdopplung deines Einsatzes gehen also 15 Prozent des Gewinns an die Plattform, der Rest an dich, abzüglich Abgeltungsteuer.
Verluste aus gescheiterten Beteiligungen kannst du steuerlich nur eingeschränkt verrechnen; da Companisto keine Depotbank ist, läuft das über deine Steuererklärung. Bei größeren Summen gehört das Thema zum Steuerberater.
Renditechancen und Risiko: die ehrlichen Zahlen
Hier trennt sich Companisto angenehm von vielen Anbietern am grauen Kapitalmarkt: Die Plattform veröffentlicht ihre Portfolio-Statistik selbst, direkt auf der Startseite. Stand August 2026 sieht sie so aus:
| Portfolio-Status (nach Finanzierungsrunden) | Anteil |
|---|---|
| Aktiv am Markt | 64,2 % |
| Ausgezahlt oder Exit | 12,1 % |
| Ausfall | 23,7 % (nach investiertem Volumen sogar 30,5 %) |
Beides gehört zur Wahrheit dazu. Auf der Erfolgsseite stehen echte, dokumentierte Exits: KoRo brachte den Companisto-Anlegern 2022 beim Einstieg von HV Capital und Partech die sechsfache Rendite, der größte Exit der Plattformgeschichte. Der Teeversender 5 Cups wurde von TEEKANNE übernommen (rund 45 Prozent Rendite), das Arzttermin-Startup Doxter ging an Doctena, Foodist an Ströer, und der 3D-Druck-Hersteller BigRep schaffte 2024 sogar den Börsengang. Eine ältere Gründerszene-Datenanalyse bezifferte die Durchschnittsrendite erfolgreicher Companisto-Startups auf rund 56 Prozent.
Auf der anderen Seite stehen Pleiten wie die Kamera-Firma Panono, das E-Bike-Startup Freygeist oder das Jetboard-Startup Lampuga, bei denen Anleger ihren Einsatz komplett oder fast komplett verloren haben. Rechnet man unklare Fälle dazu, galt in der Gründerszene-Analyse gut ein Viertel der finanzierten Startups als gescheitert. Eine offizielle Durchschnittsrendite über alle Anleger veröffentlicht Companisto nicht, das solltest du wissen, bevor du Renditeversprechen aus Werbetexten glaubst.
Risiko-Check: Das solltest du beachten
Startup-Beteiligungen sind Risikokapital: Totalverlust ist bei jedem einzelnen Investment möglich, es gibt keine Einlagensicherung und keinen garantierten Rückkauf. Als Faustregel gilt: nur Geld investieren, dessen Verlust du verschmerzen kannst, breit über mehrere Startups streuen und die Anlageklasse auf einen kleinen Teil deines Vermögens begrenzen. Erst Notgroschen und breit gestreute Basis-Anlage, dann Venture-Investments. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung.
Liquidität: Wie kommst du wieder an dein Geld?
Das ist die größte Schwäche der Anlageklasse und auch von Companisto. Eigenkapital-Beteiligungen sind grundsätzlich unkündbar. Dein Geld kommt auf drei Wegen zurück: über einen Exit, über Gewinnausschüttungen oder über den Verkauf deiner Beteiligung am plattformeigenen Sekundärmarkt.
Diesen Sekundärmarkt gibt es seit 2022, und er ist ehrlicherweise eher ein schwarzes Brett als eine Börse: Käufer und Verkäufer verhandeln den Preis anonym im Chat, es gibt keine Kursstellung, keine Verkaufsgarantie, und bei laufenden Finanzierungsrunden oder Exits wird der Handel ausgesetzt. In Anleger-Foren fällt das Urteil entsprechend nüchtern aus. Plane bei Companisto deshalb mit einem Anlagehorizont von fünf bis zehn Jahren, alles andere wäre naiv.
Companisto Erfahrungen: Was sagen Nutzer?
Auf Trustpilot steht Companisto bei 4,3 von 5 Sternen aus rund 1.500 Bewertungen, Einstufung „Hervorragend“. Gelobt werden vor allem der schnelle, persönliche Support, der reibungslose digitale Investmentprozess und die Videokonferenzen mit den Gründern vor jeder Runde. Das deckt sich mit unserem Eindruck: Als Plattform funktioniert Companisto professionell.
Die Kritik in den Bewertungen richtet sich selten gegen die Plattform-Technik und fast immer gegen die Anlageklasse: Anleger mit mehreren ausgefallenen Investments berichten von Frust über Totalverluste und wünschen sich schnellere, offenere Kommunikation, wenn ein Portfolio-Startup in Schieflage gerät. Im Finanztip-Forum wird zudem der Fall eines Startups diskutiert, das zum Zeitpunkt der Kampagne bereits wirtschaftlich angeschlagen war. Companisto prüft die Plausibilität der Angebote, eine Erfolgsgarantie oder unabhängige Bewertung der Unternehmenszahlen ist das aber nicht, die Unterlagen stammen von den Startups selbst.
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Companisto-Alternativen 2026
Die Auswahl ist kleiner geworden, als vielen bewusst ist. Der jahrelange Dauervergleich „Seedmatch oder Companisto“ hat sich im Juli 2026 erledigt: Die OneCrowd-Gruppe hinter Seedmatch, Econeers und Mezzany hat Insolvenzantrag gestellt. Für Anleger dort ein schwacher Trost: Die Beteiligungsverträge laufen mit den Startups selbst und fallen nicht in die Insolvenzmasse der Plattform, die Abwicklung wird aber holpriger.
| Plattform | Fokus | Ab | Einordnung |
|---|---|---|---|
| Companisto | Startup-Eigenkapital (DACH) | 250 € | Marktführer, kostenlos, 15 % Carry im Erfolgsfall |
| Seedmatch / OneCrowd | Startups (Nachrangdarlehen) | 250 € | Seit Juli 2026 insolvent, keine Empfehlung |
| Invesdor | Mittelstand, Green Energy, teils Startups | 250 € | ECSP-lizenziert, eher Festzins-Anleihen (ca. 7–9 % p.a.) als Equity |
| wiwin | Nachhaltigkeit (Wind, Solar, grüne Startups) | 100 € | Impact-Nische, überwiegend festverzinst |
| FunderNation | Startups & Tech-KMU | 100 € | Klein, Nachrangdarlehen, veröffentlicht keine Leistungsbilanz |
| Crowdcube / Republic Europe | Startups europaweit | ca. 10–100 € | Riesige Auswahl, aber Investment-Gebühr ca. 2,5 % plus teils 5 % Carry, englischsprachig |
Wer Startup-Exposure ohne Einzelwetten will, findet es eher außerhalb des Crowdinvestings: Venture-Capital-Fonds für Privatanleger (etwa als ELTIF ab 10.000 €) streuen professionell über viele Beteiligungen, und börsennotierte Beteiligungsgesellschaften bleiben jederzeit handelbar. Beides ist der Liquiditäts-Gegenentwurf zur Einzelwette auf ein Startup. Wenn du parallel in Krypto unterwegs bist, findest du in unserem CoinTracking-Test das passende Steuer-Werkzeug für die zweite riskante Anlageklasse im Depot.
Companisto für Gründer: Kapital fürs eigene Startup
Die zweite Perspektive für dich als E-Com-Gründer: Companisto als Finanzierungsquelle. Die Plattform sucht Startups und Wachstumsunternehmen aus dem DACH-Raum für Runden zwischen etwa 750.000 € und 8 Millionen €. Die Konditionen sind transparent: 15 Prozent Erfolgsprovision auf die eingesammelte Summe plus 0,65 Prozent pro Jahr Verwaltungspauschale, bezahlt wird nur bei erfolgreichem Funding.
Interessant ist das vor allem für D2C-Brands mit nachweisbarem Umsatz und einer Story, die auch Konsumenten begeistert, denn viele der 192.000 Companisten sind gleichzeitig potenzielle Kunden und Markenbotschafter. KoRo hat genau diesen Effekt genutzt. Die Hürde ist allerdings hoch: Nur rund ein Prozent der Bewerbungen schafft es auf die Plattform, und ein überzeugender Businessplan mit klarer Skalierbarkeit ist Pflicht. Für die Frühphase mit vierstelligen Beträgen ist Companisto nichts, da bist du bei Bootstrapping und einem sauberen Geschäftskonto besser aufgehoben.
Für wen lohnt sich Companisto – und für wen nicht?
Companisto passt zu dir, wenn du bereits ein solides finanzielles Fundament hast und einen kleinen, bewusst riskanten Teil deines Vermögens in Startups streuen willst. Also: Notgroschen steht, Altersvorsorge läuft, und die 250 bis 1.000 € pro Investment tun dir im Totalverlust-Fall nicht weh. Dann bekommst du hier einen regulierten, professionellen Zugang zu einer Anlageklasse, die früher geschlossen war, inklusive der realistischen Chance auf einzelne Ausreißer nach oben. Ab 10.000 € pro Ticket macht der Angel Club mit dem 15-Prozent-INVEST-Zuschuss das Ganze auch für größere Depots interessant.
Nichts für dich ist Companisto, wenn du auf das Geld in absehbarer Zeit angewiesen bist, planbare Rendite suchst oder gerade erst mit deinem Shop startest und jeden Euro ins eigene Geschäft stecken solltest. Die beste Rendite für einen Dropshipping-Einsteiger ist fast immer das Investment ins eigene Unternehmen. Und wer den Nervenkitzel sucht, sollte sich die 24-Prozent-Ausfallquote zweimal ansehen: Statistisch fällt etwa jedes vierte Investment aus.
Lohnt sich Companisto? Unser Fazit
Companisto macht als Plattform vieles richtig: kostenloser Zugang, echtes Eigenkapital, automatischer Steuerabzug, kuratierte Auswahl und eine Transparenz bei den eigenen Ausfallzahlen, die wir so kaum irgendwo gesehen haben. Auch das Kostenmodell mit 15 Prozent Gewinnbeteiligung nur im Erfolgsfall setzt die richtigen Anreize. Nach der Seedmatch-Insolvenz ist Companisto zudem die einzige verbliebene deutsche Plattform dieser Größe, was Reichweite und Dealflow eher stärkt.
Die Schwächen liegen weniger bei der Plattform als in der Anlageklasse: hohe Ausfallquote, jahrelange Kapitalbindung und ein Sekundärmarkt, der den Namen nur halb verdient. Wer das weiß, sein Risiko begrenzt und über mehrere Startups streut, bekommt bei Companisto den seriösesten deutschen Zugang zu Startup-Investments. Deshalb: 4,1 von 5.
Unser Tipp
Companisto kostenlos testen
Registrierung und Plattform sind gratis. Sieh dir die laufenden Finanzierungsrunden, die Unterlagen und die Portfolio-Statistik in Ruhe an, bevor du den ersten Euro investierst – ab 250 € bist du dabei.
★ 4,3/5 auf Trustpilot · 192.000+ Investoren · seit 2012 · BaFin-regulierte Angebote
Häufige Fragen zu Companisto
Ist Companisto seriös?
Ja. Companisto arbeitet seit 2012, wird von den Gründern David Rhotert und Tamo Zwinge geführt und vermittelt Wertpapiere über die Companisto Wertpapier GmbH unter dem Haftungsdach der Effecta GmbH (BaFin-Register). Die Angebote erscheinen mit BaFin-gebilligten Prospekten oder Informationsblättern, auf Trustpilot steht die Plattform bei 4,3 von 5. Seriös heißt aber nicht risikolos: Die Startup-Auswahl ist kuratiert, eine Erfolgsgarantie gibt es nicht.
Was kostet Companisto?
Für Anleger ist Companisto komplett kostenlos, es gibt kein Agio und keine Depotgebühren. Die Plattform behält 15 Prozent der Gewinne ein, die an dich ausgeschüttet werden (etwa bei einem Exit). Verdienst du nichts, zahlt nur das Startup: 15 Prozent Provision auf die Fundingsumme plus 0,65 Prozent Verwaltungspauschale pro Jahr.
Wie hoch ist das Risiko bei Companisto?
Hoch. Companisto weist selbst aus, dass rund 24 Prozent der Finanzierungsrunden ausgefallen sind, nach investiertem Volumen sogar gut 30 Prozent. Ein Totalverlust einzelner Investments ist einkalkuliert und wird auch durch die BaFin-Billigung der Unterlagen nicht verhindert. Dagegen stehen Erfolge wie der KoRo-Exit mit sechsfacher Rendite. Investiere deshalb nur Spielgeld und streue über mehrere Startups.
Kann ich meine Anteile wieder verkaufen?
Nur eingeschränkt. Die Beteiligungen sind unkündbar; regulär kommst du über einen Exit oder Ausschüttungen an dein Geld. Zusätzlich gibt es seit 2022 einen plattforminternen Sekundärmarkt, auf dem du deine Beteiligung anderen Companisten anbieten kannst. Preis und Abschluss werden dort frei verhandelt, eine Verkaufsgarantie oder laufende Kurse gibt es nicht. Rechne mit fünf bis zehn Jahren Haltedauer.
Was passiert mit meinem Investment, wenn Companisto insolvent wird?
Deine Beteiligung läuft direkt mit dem Startup, nicht mit der Plattform, sie fällt also nicht in eine mögliche Insolvenzmasse von Companisto. Das zeigt gerade der Fall Seedmatch/OneCrowd (insolvent seit Juli 2026): Die Verträge der Anleger bestehen fort, allerdings wird die Verwaltung und Abwicklung ohne funktionierende Plattform deutlich mühsamer. Ein Restrisiko bleibt das Plattformrisiko deshalb trotzdem.
Lohnt sich der Companisto Angel Club?
Für Anleger mit größeren Tickets ja: Ab 10.000 € pro Investment bekommst du echte GmbH-Anteile oder Aktien mit vollen Gesellschafterrechten, wirst bei Notarterminen vertreten und kannst bei förderfähigen Startups den staatlichen INVEST-Zuschuss von 15 Prozent der Investmentsumme mitnehmen. Die Mitgliedschaft selbst kostet nichts, Voraussetzung ist die Investitionsbereitschaft.
Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlage- oder Steuerberatung, sondern ein redaktioneller Plattform-Test. Kapitalanlagen in Startups bergen das Risiko des Totalverlusts. Alle Angaben Stand August 2026, Konditionen können sich ändern.