Was ist der Canonical Tag? Definition
Der Canonical Tag ist eine Angabe im Kopfbereich einer Seite, mit der du Suchmaschinen die maßgebliche Version einer URL nennst. Er wird eingesetzt, wenn derselbe oder sehr ähnlicher Inhalt unter mehreren Adressen erreichbar ist.
Technisch handelt es sich um ein Link-Element mit dem Attribut rel=“canonical“ und der bevorzugten URL. Die Angabe ist ein Hinweis, keine Anweisung: Google kann sich im Zweifel für eine andere Version entscheiden.
Wo er in Shops gebraucht wird
Typische Einsatzfälle sind Filter- und Sortier-URLs, die auf die Kategorieseite ohne Parameter verweisen, Produktvarianten mit Verweis auf die Hauptvariante, Produkte, die über mehrere Kategoriepfade erreichbar sind, sowie Paginierungsseiten.
Bei Paginierung ist Vorsicht geboten: Ein Canonical von Seite zwei auf Seite eins führt dazu, dass die Produkte auf den Folgeseiten schlechter gefunden werden. Besser ist es, jede Seite auf sich selbst zu kanonisieren.
Häufige Fehler
Der folgenreichste ist ein Canonical, der auf allen Seiten auf die Startseite zeigt. Das entfernt faktisch den gesamten Shop aus dem Index. Ebenfalls verbreitet sind Verweise auf nicht erreichbare oder weiterleitende URLs, Verweise auf Seiten mit noindex und widersprüchliche Angaben zwischen Canonical, Sitemap und interner Verlinkung.
Wichtig ist außerdem die absolute Schreibweise mit Protokoll und Domain. Relative Angaben werden zwar meist korrekt aufgelöst, sind aber fehleranfällig.
Abgrenzung zu noindex und 301
Der Canonical bündelt Signale mehrerer Adressen auf eine, die Seiten bleiben erreichbar. Noindex nimmt eine Seite aus dem Index, ohne Signale weiterzugeben. Eine 301-Weiterleitung entfernt die alte Adresse dauerhaft. Beide Mittel sollten nicht mit einem Canonical kombiniert werden, weil sich die Anweisungen widersprechen.
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