Was ist Kommissionierung? Definition
Kommissionierung bezeichnet das Zusammenstellen der bestellten Artikel aus dem Lagerbestand zu einem versandfertigen Auftrag. Sie ist im E-Commerce der personalintensivste Schritt der Auftragsabwicklung und damit der größte Kostenhebel im Lager.
Die gängigen Verfahren
Beim Einzelauftrag läuft ein Mitarbeiter je Bestellung durch das Lager. Das ist einfach und fehlerarm, aber bei vielen kleinen Aufträgen ineffizient.
Bei der Mehrauftragskommissionierung werden mehrere Bestellungen in einem Rundgang gesammelt und anschließend getrennt. Die Wege sinken deutlich, dafür steigt das Risiko von Verwechslungen.
Beim zweistufigen Verfahren wird zuerst artikelweise entnommen und danach auf die Aufträge verteilt. Das lohnt sich bei hoher Auftragszahl mit wenigen Positionen je Bestellung.
Wege sparen durch Lagerordnung
Den größten Effekt hat nicht die Technik, sondern die Platzierung. Schnelldreher gehören nah an den Packplatz und in bequeme Greifhöhe. Eine Sortierung nach Artikelnummer statt nach Umschlagshäufigkeit kostet bei jedem einzelnen Auftrag Zeit.
Welche Artikel Schnelldreher sind, zeigt eine Auswertung nach Lagerumschlag. Die Zuordnung sollte regelmäßig überprüft werden, weil sich Sortimente saisonal verschieben.
Wo Fehler entstehen
Die häufigste Fehlerquelle sind ähnlich aussehende Varianten, etwa benachbarte Größen. Scannen der SKU statt Sichtkontrolle senkt die Fehlerquote deutlich. Jeder Kommissionierfehler erzeugt eine Retoure, eine Ersatzlieferung und einen Servicevorgang und kostet damit ein Vielfaches der eingesparten Sekunden.
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