Was ist Private Label? Definition
Private Label bezeichnet Ware, die ein Hersteller produziert, die du aber unter deiner eigenen Marke verkaufst. Verpackung, Logo und häufig auch Produktdetails werden auf dich angepasst. Im Deutschen ist von Eigenmarke oder Handelsmarke die Rede.
Der Reiz liegt in der Marge und in der Unabhängigkeit: Du stehst nicht im Preiswettbewerb mit Händlern, die dasselbe Markenprodukt anbieten, und kontrollierst die Produktseite selbst.
Unterschied zu White Label
Die Begriffe überschneiden sich. Bei einer White Label-Lösung wird ein fertiges Standardprodukt an viele Abnehmer verkauft, die jeweils ihr Logo daraufsetzen. Beim Private Label ist das Produkt stärker auf dich zugeschnitten, oft mit Anpassungen an Rezeptur, Material oder Ausstattung und meist mit höheren Mindestmengen.
Welche Pflichten auf dich übergehen
Das ist der am häufigsten unterschätzte Punkt. Wer ein Produkt unter eigenem Namen in Verkehr bringt, gilt rechtlich als Hersteller. Damit treffen dich die Herstellerpflichten: Produktsicherheit nach der GPSR, Konformitätsbewertung und CE-Kennzeichnung soweit einschlägig, technische Dokumentation, Registrierungen nach ElektroG und Verpackungsgesetz sowie die Produkthaftung.
Diese Pflichten lassen sich nicht vertraglich auf den Lieferanten zurückverlagern. Im Schadensfall haftest du gegenüber dem Kunden.
Was vorab zu klären ist
Wesentlich sind die Mindestbestellmenge, die Musterphase vor der ersten Serie, ein verbindliches Qualitätsprüfverfahren und die markenrechtliche Absicherung. Vor dem Aufbau einer Eigenmarke sollte geprüft werden, ob die gewünschte Marke eintragungsfähig und frei von älteren Rechten ist.
Dieser Eintrag erklärt den Begriff und ersetzt keine Rechtsberatung.
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