Was ist die Mindestbestellmenge? Definition
Die Mindestbestellmenge, englisch Minimum Order Quantity oder kurz MOQ, ist die kleinste Menge, die ein Lieferant je Bestellung oder je Variante akzeptiert. Sie ist im Import aus Fernost der häufigste Grund, warum eine Produktidee scheitert, bevor sie getestet wurde.
Warum Hersteller Mindestmengen verlangen
Produktionsanlagen müssen eingerichtet werden, Material wird in festen Einheiten beschafft, und die Verwaltung eines Auftrags kostet unabhängig von der Menge gleich viel. Unterhalb einer bestimmten Stückzahl lohnt sich der Auftrag für den Hersteller nicht.
Zu beachten ist, ob sich die Menge auf den gesamten Auftrag oder auf jede einzelne Variante bezieht. Bei fünf Farben und einer MOQ je Farbe vervielfacht sich die Erstinvestition.
Wie sich die Menge senken lässt
Verhandelbar ist mehr, als viele annehmen. Möglich sind eine höhere Anzahlung, der Verzicht auf individuelle Verpackung bei der ersten Bestellung, die Abnahme einer Standardfarbe aus laufender Produktion oder eine Testbestellung mit verbindlicher Zusage einer größeren Folgebestellung.
Alternativ arbeiten Händler mit Handelsagenturen, die Aufträge mehrerer Kunden bündeln, oder starten über Großhändler mit höheren Stückpreisen und ohne Mindestmenge.
Das Risiko zu großer Erstbestellungen
Eine hohe MOQ bindet Kapital in Ware, deren Verkäuflichkeit noch nicht belegt ist. Bleibt der Abverkauf aus, sinkt der Lagerumschlag, und das Geld fehlt für Werbung und weitere Produkte.
Sinnvoll ist deshalb, die Nachfrage vor der ersten großen Bestellung zu prüfen, etwa über eine kleine Testcharge oder über Dropshipping als Zwischenschritt, auch wenn die Marge dort niedriger ausfällt.
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