Was ist Sourcing? Definition
Sourcing bezeichnet die Beschaffung von Waren, also die Suche, Auswahl und Anbindung von Lieferanten. Im Handel entscheidet dieser Schritt über Einkaufspreis, Qualität und Lieferfähigkeit und damit über die Grundlage deiner gesamten Kalkulation.
Die gängigen Beschaffungswege
Beim Import aus Fernost sind Plattformen wie Alibaba der übliche Einstieg, meist über Handelsagenturen statt direkt beim Werk. Innerhalb Europas laufen Kontakte häufiger über Fachmessen, Branchenverzeichnisse und Direktansprache. Daneben stehen Großhändler, die kleinere Mengen ohne Mindestabnahme liefern, sowie Dropshipping-Anbieter ohne eigene Lagerhaltung.
Europäische Lieferanten sind im Einkauf teurer, gleichen das aber durch kurze Lieferzeiten, geringere Mindestmengen und den Wegfall von Zoll und Einfuhrabfertigung teilweise aus.
Wie du einen Lieferanten prüfst
Sinnvoll ist eine Reihenfolge: zuerst Existenz und Registereintrag prüfen, dann Muster bestellen und physisch begutachten, danach eine kleine Erstbestellung als Test, erst dann größere Mengen. Bei Importen aus Drittländern lohnt eine Inspektion vor dem Versand, die spezialisierte Dienstleister übernehmen.
Zu klären sind außerdem Zahlungsbedingungen, Reklamationsabwicklung und die Frage, ob der Anbieter selbst produziert oder nur vermittelt.
Was beim Import dazukommt
Der Angebotspreis ist nicht der Einstandspreis. Hinzu kommen Fracht, Versicherung, Zoll, Einfuhrumsatzsteuer und Kosten der Abfertigung. Welche Partei was übernimmt, regeln die Incoterms.
Rechtlich wirst du beim Import aus Drittländern in der Regel zum Importeur und übernimmst damit Herstellerpflichten, unter anderem nach der GPSR. Das gilt auch dann, wenn du die Ware nie selbst in der Hand hältst.
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