Was ist der Wareneinsatz? Definition
Der Wareneinsatz (englisch Cost of Goods Sold, kurz COGS) umfasst alle direkten Kosten der Produkte, die du in einem Zeitraum verkauft hast. Er ist die Gegengröße zum Umsatz und die Grundlage für die Berechnung deiner Bruttomarge.
Wichtig ist der Bezug auf verkaufte, nicht auf eingekaufte Ware. Rechnerisch ergibt sich der Wareneinsatz aus dem Anfangsbestand plus Zukäufen minus Endbestand.
Was dazugehört und was nicht
Zum Wareneinsatz zählen der Einkaufspreis, Transportkosten bis ins Lager, Zölle und Einfuhrabgaben sowie produktbezogene Verpackung. Bei Eigenproduktion kommen Material und direkte Fertigungslöhne hinzu.
Nicht dazu gehören Werbung, Miete, Softwarekosten und Gehälter, die nicht direkt an der Ware hängen. Diese Positionen werden erst nach dem Rohertrag abgezogen. Wer sie vermischt, kann Produkte nicht mehr sauber vergleichen.
Warum eine zu enge Definition gefährlich ist
Der häufigste Fehler ist, nur den Rechnungsbetrag des Lieferanten anzusetzen. Frachtkosten, Zoll und Einfuhrumsatzsteuer verschieben den tatsächlichen Wareneinsatz bei Importware oft spürbar nach oben. Wer diese Positionen ignoriert, hält Produkte für profitabel, die es nicht sind.
Bewertung bei schwankenden Einkaufspreisen
Kaufst du dasselbe Produkt zu unterschiedlichen Preisen ein, brauchst du eine Bewertungsmethode. Üblich sind der gleitende Durchschnittspreis und das FIFO-Verfahren, bei dem die zuerst eingekaufte Ware als zuerst verkauft gilt. Beide Methoden sind handelsrechtlich zulässig, führen aber zu unterschiedlichen Margen. Die gewählte Methode sollte deshalb über die Zeit beibehalten werden.
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