Deckungsbeitrag

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Was ist der Deckungsbeitrag? Definition und Berechnung

Der Deckungsbeitrag gibt an, wie viel von einem Verkaufserlös übrig bleibt, nachdem die variablen Kosten abgezogen wurden. Er zeigt also, welcher Betrag zur Deckung der Fixkosten und anschließend zum Gewinn beiträgt. Die Grundformel lautet: Verkaufspreis minus variable Kosten.

Variable Kosten sind alle Kosten, die mit jedem einzelnen Verkauf anfallen. Im Onlinehandel sind das vor allem Wareneinsatz, Versandkosten, Verpackung, Zahlungsgebühren, Marktplatzprovisionen und kalkulierte Retouren. Fixkosten wie Shopmiete, Software-Abos oder Steuerberatung bleiben in dieser Rechnung bewusst außen vor.

Warum die Kennzahl im E-Commerce zentral ist

Der Deckungsbeitrag beantwortet die Frage, wie viel Spielraum pro Bestellung für Werbung bleibt. Genau daraus leitet sich ab, wie viel eine Neukundengewinnung kosten darf und ab welchem ROAS eine Kampagne überhaupt profitabel ist.

Ein Beispiel verdeutlicht das: Bei einem Verkaufspreis von 50 Euro und variablen Kosten von 30 Euro beträgt der Deckungsbeitrag 20 Euro. Kostet die Gewinnung eines Kunden im Schnitt 25 Euro, verliert der Shop mit jeder Bestellung Geld, unabhängig davon, wie gut der Umsatz aussieht.

Deckungsbeitrag 1 und 2

In der Praxis wird oft zwischen Stufen unterschieden. Der Deckungsbeitrag 1 zieht nur den Wareneinsatz ab. Der Deckungsbeitrag 2 berücksichtigt zusätzlich alle weiteren direkt zurechenbaren Kosten wie Versand, Zahlungsgebühren und Retouren. Für Entscheidungen im Onlinehandel ist die zweite Stufe die ehrlichere Größe, weil sie der Realität einer Bestellung entspricht.

Typische Fehler bei der Kalkulation

Häufig werden Retouren nicht eingerechnet. Bei einer Retourenquote von 20 Prozent verteilen sich die Kosten der zurückgesendeten Ware auf die verbleibenden Bestellungen und senken den tatsächlichen Deckungsbeitrag spürbar.

Ebenso oft fehlen Zahlungsgebühren und Wechselkursverluste beim Einkauf in Fremdwährung. Wer diese Posten auslässt, kalkuliert eine Marge, die im Kontoauszug nie ankommt. Rechne den Deckungsbeitrag deshalb pro Produkt und nicht als Durchschnitt über das gesamte Sortiment.

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