Zuletzt aktualisiert am 11. Oktober 2026
Das Wichtigste in Kürze
- Apify ist eine Cloud-Plattform für Web-Daten und Automatisierung. Im Apify Store liegen über 84.000 fertige Programme, dort „Actors“ genannt, die Preise, Produktdaten, Bewertungen oder Kontaktlisten von Websites holen. Du startest sie im Browser, per Zeitplan oder über eine Schnittstelle, programmieren musst du dafür nicht.
- Für Händler interessant: Preisbeobachtung bei Wettbewerbern, Produktdaten von Amazon, Zalando oder Otto, Bewertungen auslesen und Lead-Listen aus Google Maps. Die wichtigsten Actors dafür kosten ab 1 bis 3 US-Dollar je 1.000 Datensätze.
- Der Free-Plan enthält 5 US-Dollar Nutzung im Monat ohne Kreditkarte, der Starter-Plan kostet 19 US-Dollar. Die Rechnung setzt sich aus Rechenzeit, Proxys und den Preisen der einzelnen Actors zusammen. Das ist flexibel, aber schwer vorab zu kalkulieren, und genau das ist der häufigste Kritikpunkt der Nutzer.
- Der Anbieter sitzt in Prag, die Daten liegen laut Apifys eigenem Sicherheitspapier auf AWS-Servern in den USA. Für die Rechtmäßigkeit jedes Scrapings bist du selbst verantwortlich, besonders bei personenbezogenen Daten.
- Unsere Note: 4,0 von 5. Riesige Auswahl und stabile Technik, Abzüge für die Kostenplanung, die Lernkurve ohne Entwicklerhintergrund und den Datenstandort. Apify kostenlos ausprobieren*
Du willst wissen, was deine Wettbewerber für dasselbe Produkt verlangen. Oder du brauchst die Bewertungen zu 200 Artikeln auf Amazon, eine Liste aller Physiotherapie-Praxen in Köln oder die Preise eines Lieferanten, der keinen Export anbietet. Die Daten sind öffentlich, das Einsammeln von Hand ist trotzdem eine Qual.
Eigene Skripte helfen nur, bis die Zielseite ihr Layout ändert oder deine IP sperrt. Apify setzt genau dort an: fertige Scraper für fast jede große Website, die der Anbieter oder die Community pflegt, dazu Proxys, Zeitpläne und Schnittstellen zu Make, Zapier, n8n und Google Sheets.
Wir haben geprüft, was die Plattform für Onlinehändler taugt, was ein Durchlauf wirklich kostet, wo deutsche Händler beim Datenschutz hinsehen müssen und welche Alternativen in Frage kommen. Alle Preise haben wir am 11. Oktober 2026 direkt bei Apify nachgesehen.
Unsere Bewertung: 4,0 / 5
Die umfangreichste Plattform für Web-Daten, die wir getestet haben: über 84.000 fertige Scraper, stabile Läufe nach Zeitplan und Anschluss an alle gängigen Automatisierungstools. Punktabzug, weil sich die Kosten bei größeren Datenmengen schwer vorhersagen lassen, die Oberfläche ohne Technikhintergrund Einarbeitung braucht und die Daten in den USA liegen.
| Funktionsumfang | ★★★★★ 4,8 |
| Bedienung & Einrichtung | ★★★★☆ 3,9 |
| Preis-Leistung | ★★★★☆ 3,8 |
| DACH- & DSGVO-Tauglichkeit | ★★★☆☆ 3,2 |
| Support & Bewährtheit | ★★★★☆ 4,2 |
🔍 Bewertet nach unserem 5-Kriterien-Testverfahren – jede Note ist nachrechenbar.
Die Gesamtnote ist der ungewichtete Durchschnitt der fünf Kriterien. Wie wir testen, steht auf So testen wir.
Was ist Apify?
Apify ist eine Cloud-Plattform aus Prag, auf der kleine Programme laufen, die Websites aufrufen und Daten daraus strukturiert ablegen. Apify nennt diese Programme Actors: Jeder Actor bekommt eine Eingabe, etwa „Steuerberater in Hamburg“ oder eine Liste von Amazon-Produktseiten, erledigt seine Aufgabe in der Cloud und liefert eine Tabelle zurück. Du kannst das Ergebnis als Excel, CSV, JSON oder XML herunterladen oder direkt an ein anderes Tool weiterreichen.
Das Herzstück ist der Apify Store. Dort stehen laut Anbieter mehr als 84.000 fertige Actors, sortiert nach Kategorien wie E-Commerce, Lead-Generierung, Social Media oder SEO. Die bekanntesten pflegt Apify selbst, den Rest stellen externe Entwickler ein, die pro Nutzung mitverdienen. Für Google Maps, Amazon, Instagram, TikTok, Zalando, Otto oder Google Shopping gibt es jeweils mehrere Varianten.
Wer programmieren kann, baut mit dem Open-Source-Framework Crawlee und den Bibliotheken für JavaScript und Python eigene Actors. Für die meisten Händler ist das nicht nötig: Actor im Store öffnen, Suchbegriff und Ergebnisanzahl eintragen, starten. Das Unternehmen Apify Technologies s.r.o. wurde 2015 von Jan Čurn und Jakub Balada gegründet, kam aus dem Y-Combinator-Programm und beschäftigt sein Team in Tschechien. Die Plattform ist nach SOC 2 Typ II geprüft.
✓ 5 $ Nutzung im Monat gratis · ✓ keine Kreditkarte · ✓ 84.000+ fertige Scraper
Welche Aufgaben Apify für Onlinehändler erledigt
Apify beschreibt die E-Commerce-Kategorie seines Stores als Werkzeuge, um Produktdaten aus Onlineshops zu ziehen, für Wettbewerbsanalyse, dynamische Preise, Auswertungen oder Dropshipping. In der Praxis laufen die meisten Händler-Anwendungen auf vier Aufgaben hinaus.
Preise der Wettbewerber beobachten. Das E-Commerce Scraping Tool von Apify liest Produktdetails aus Amazon, eBay, AliExpress, Zalando, Otto, Etsy und nach Anbieterangabe aus praktisch jedem Shop auf Shopify, WooCommerce oder Magento. Zurück kommen Preis, Währung, SKU oder EAN, Bestand, Bewertung und Verkäufer. Apify selbst beschreibt im Blog einen Ablauf, bei dem dieser Actor stündlich läuft, die Preise über Make in ein Google Sheet schreibt und bei Unterschreiten einer Schwelle den eigenen Shopify-Preis anpasst.
Produktdaten und Bewertungen von Amazon. Der Amazon Product Scraper liefert ASIN, Preis, Listenpreis, Bewertung, Verfügbarkeit und Bestseller-Rang, auch für amazon.de. Der Amazon Reviews Scraper holt Rezensionen mit Sternen, Text und Reaktionen. Beides eignet sich für Produktrecherche, bevor du selbst listest, oder um die Kritik an Konkurrenzprodukten auszuwerten.
Lead-Listen aus Google Maps. Der Google Maps Scraper ist mit über 640.000 Nutzern der meistgenutzte Actor der Plattform. Er liefert Firmennamen, Adresse, Telefon, Website und Bewertungen zu einer Suche wie „Fahrradläden in München“. Für B2B-Händler, die Fachhändler oder Wiederverkäufer ansprechen wollen, ist das der schnellste Weg zu einer Erstliste. Zum Verifizieren von E-Mail-Adressen passt danach ein Tool wie Hunter.io.
Social Media und Markt beobachten. Instagram-, TikTok- und Facebook-Scraper sammeln Beiträge, Hashtags und Kommentare, etwa um zu sehen, welche Produkte in deiner Nische gerade laufen. Apify nennt außerdem die Analyse von Wettbewerber-Anzeigen und TikTok-Shop-Verkaufsdaten als Anwendungsfälle.
| Actor | Wofür | Preis laut Store | Nutzer / Bewertung |
|---|---|---|---|
| E-commerce Scraping Tool (Apify) | Produktdaten aus Amazon, Zalando, Otto, Shopify-Shops u. a. | ab 1,00 $ je 1.000 Produktdetails | 15.000 / 4,3 |
| Google Maps Scraper (Apify) | Firmenlisten mit Adresse, Telefon, Website | ab 1,50 $ je 1.000 Orte | 643.000 / 4,7 |
| Amazon Product Scraper (Apify) | ASIN, Preise, Bestseller-Rang, auch amazon.de | ab 3,00 $ je 1.000 Ergebnisse | 25.700 / 4,2 |
| Amazon Reviews Scraper (Apify) | Rezensionen mit Sternen und Text | ab 3,00 $ je 1.000 Rezensionen | 15.000 / 3,9 |
| Instagram Scraper (Apify) | Beiträge, Reels, Profile, Hashtags | ab 1,50 $ je 1.000 Ergebnisse (Free-Plan 2,70 $) | 425.000 / 4,7 |
Preise und Nutzerzahlen am 11. Oktober 2026 im Apify Store abgelesen. „Ab“ bedeutet: Der Preis gilt im Starter-Plan, im Free-Plan ist er teils höher, in größeren Plänen niedriger.
Für wen Apify passt und für wen nicht
Apify lohnt sich, wenn du regelmäßig dieselben Daten brauchst: Wettbewerberpreise jede Woche, neue Bewertungen jeden Tag, eine aktualisierte Händlerliste jeden Monat. Dann rechtfertigt sich die Einarbeitung, und der Zeitplan erledigt den Rest. Auch wer mit Make, Zapier oder n8n arbeitet, bekommt mit Apify eine Datenquelle, die sich sauber in bestehende Abläufe einhängt. Für KI-Workflows gibt es einen eigenen MCP-Server, über den Claude, ChatGPT oder Cursor Actors direkt starten können; wie das mit WordPress-Agenten aussieht, zeigt unser NovaMira-Test.
Weniger sinnvoll ist Apify, wenn du einmalig 50 Datensätze brauchst. Dann ist eine Browser-Erweiterung oder eine halbe Stunde Handarbeit schneller. Auch wer nie eine Tabelle gefiltert hat, wird mit der Oberfläche fremdeln: Die Plattform ist in Englisch, die Einstellungen der Actors sind technisch benannt, und die Dokumentation richtet sich an Entwickler. Und wer personenbezogene Daten in großem Stil sammeln will, sollte vorher den Abschnitt zum Datenschutz lesen.
Was Apify kostet
Die Abrechnung hat drei Bausteine, und das solltest du verstehen, bevor du den ersten großen Lauf startest. Erstens der Plattform-Plan, der ein monatliches Nutzungsguthaben enthält. Zweitens die Rechenzeit, abgerechnet in Compute Units: Eine Einheit entspricht 1 GB Arbeitsspeicher für eine Stunde und kostet im Free- und Starter-Plan 0,20 US-Dollar. Drittens der Preis des Actors, den sein Entwickler festlegt, meist je 1.000 Ergebnisse.
| Plan | Preis monatlich | jährlich (je Monat) | Enthaltene Nutzung | Support |
|---|---|---|---|---|
| Free | 0 $ | 0 $ | 5 $ Nutzung, 5 Datacenter-IPs | Community |
| Starter | 19 $ | 17 $ | 19 $ Nutzung, 30 Datacenter-IPs | Chat |
| Scale | 199 $ | 179 $ | 199 $ Nutzung, 200 IPs, Compute Unit 0,16 $ | Chat mit Priorität |
| Business | 999 $ | 899 $ | 999 $ Nutzung, 500 IPs, Compute Unit 0,13 $ | Account-Manager |
| Enterprise | auf Anfrage | auf Anfrage | individuell, mit SLA | eigenes Team |
Alle Preise sind US-Dollar netto, Stand 11. Oktober 2026, bei Jahreszahlung gibt Apify 10 Prozent nach. Nicht verbrauchtes Guthaben verfällt am Ende des Abrechnungszeitraums. Residential-Proxys, also IP-Adressen privater Anschlüsse, die seltener gesperrt werden, kosten in den kleinen Plänen 8 US-Dollar je Gigabyte zusätzlich. Studierende und Start-ups bekommen auf Starter beziehungsweise Scale 30 Prozent Rabatt.
Ein Rechenbeispiel. Du beobachtest 300 Produkte deiner Wettbewerber täglich mit dem E-Commerce Scraping Tool. Das sind 9.000 Produktdetails im Monat, laut Store-Preis ab 1,00 US-Dollar je 1.000, also rund 9 US-Dollar für den Actor. Dazu kommt die Rechenzeit, die je nach Seite bei wenigen Cent je Lauf liegt. Der Starter-Plan reicht dafür locker, der Free-Plan knapp. Bei 50.000 Amazon-Produkten im Monat sieht es anders aus: 150 US-Dollar für den Actor plus Rechenzeit plus eventuell Residential-Proxys, wenn Amazon blockt. Genau dieser Sprung ist es, den Nutzer in Bewertungen als schwer kalkulierbar beschreiben.
Wichtig seit Oktober 2026: Das alte Mietmodell, bei dem einzelne Actors eine feste Monatsgebühr kosteten, hat Apify zum 1. Oktober 2026 abgeschafft. Alle Actors laufen jetzt entweder nach Nutzung oder nach Ereignis, also je Ergebnis oder je Start. Preiserhöhungen einzelner Actors müssen Entwickler 14 Tage vorher ankündigen. Für jeden Lauf kannst du eine Kostenobergrenze setzen, das ist die wichtigste Stellschraube gegen Überraschungen.
Unser Test: eine Händlerliste in zehn Minuten
Für den Praxistest haben wir den Google Maps Scraper mit der Suche „Steuerberater in Hamburg“ und einer Obergrenze von 200 Treffern laufen lassen. Die Einstellung dauerte zwei Minuten: Suchbegriff eintragen, Sprache auf Deutsch, Maximalzahl setzen, starten. Nach wenigen Minuten lag eine Tabelle mit Firmennamen, Adressen, Telefonnummern, Websites und Google-Bewertungen vor, als Excel exportierbar. Die Datenqualität war sofort brauchbar, von Hand hätte die Liste Stunden gekostet. Laut Store-Preis kostet ein solcher Lauf mit 200 Orten rund 30 US-Cent plus Rechenzeit.
Zwei Dinge sind uns dabei aufgefallen. Die Einstellungsmasken bieten für jeden Actor Dutzende Optionen, von denen ein Einsteiger die meisten ignorieren kann, aber erst nach Einlesen weiß, welche. Und die Qualität der Actors schwankt: Die von Apify selbst gepflegten laufen stabil, bei Community-Actors mit wenigen Nutzern lohnt der Blick auf Bewertung, Nutzerzahl und das Datum der letzten Aktualisierung, bevor du deinen Zeitplan darauf aufbaust.
Daten weiterverarbeiten: Make, Zapier, n8n, Google Sheets
Ein Scraping-Ergebnis ist erst dann etwas wert, wenn es dort landet, wo du arbeitest. Apify bietet offizielle Anbindungen an Make, Zapier, n8n und Gumloop, dazu Webhooks, eine REST-API mit Bibliotheken für JavaScript und Python sowie Anschlüsse an Airtable, Google Drive, HubSpot und Snowflake. Nach Google Sheets kommen die Daten entweder über Make oder über einen eigenen Actor „Google Sheets Import & Export“ aus dem Store. Zeitpläne laufen per Cron-Ausdruck oder Kurzform wie „täglich“, mit Zeitzone und Sommerzeit.
Für KI-Anwendungen stellt Apify einen MCP-Server bereit und dokumentiert Integrationen mit LangChain, dem OpenAI Agents SDK und Pinecone. Damit kann ein KI-Agent selbst entscheiden, welchen Actor er für eine Frage startet. Für einen kleinen Shop ist das heute noch Spielerei, für Agenturen und Daten-Teams wird es gerade zum Standard.
Datenschutz und Recht: Was deutsche Händler prüfen müssen
Apify macht das Scraping technisch möglich, die rechtliche Verantwortung bleibt bei dir. Die Geschäftsbedingungen formulieren das deutlich: Der Kunde ist allein verantwortlich für Rechtmäßigkeit, Richtigkeit und Nutzung aller Daten, die er über die Plattform verarbeitet. Für personenbezogene Daten gilt die DSGVO unabhängig davon, woher die Daten stammen, das schreibt Apify selbst in seinem Beitrag zur Rechtslage. Eine Liste von Firmenadressen aus Google Maps ist dabei etwas anderes als eine Liste privater Instagram-Profile.
Drei Punkte, die wir für die Einordnung wichtig finden:
- Datenstandort. Apify sitzt in der EU, aber die Kernsysteme laufen laut dem Sicherheits-Whitepaper des Anbieters auf AWS in der Region Nord-Virginia, USA. Die Architektur-Dokumentation bestätigt eine einzelne AWS-Region, ohne sie zu benennen. Die Übermittlung sichert Apify über die EU-Standardvertragsklauseln ab. Eine Option für Hosting in der EU haben wir nicht gefunden. Wer personenbezogene Daten verarbeitet, muss das in seinem Verarbeitungsverzeichnis abbilden und einen Auftragsverarbeitungsvertrag abschließen, den Apify als Data Processing Addendum bereitstellt.
- Urheberrecht und Datenbankschutz. Das Auslesen öffentlich zugänglicher Daten ist nach Apifys Darstellung grundsätzlich zulässig, aber nicht jede Form davon. Für kommerzielles Text- und Data-Mining können Website-Betreiber in der EU widersprechen, in der Regel maschinenlesbar über die robots.txt. Wer diesen Vorbehalt ignoriert, bewegt sich auf dünnem Eis.
- Nutzungsbedingungen der Zielseite. Amazon, Instagram und viele Marktplätze verbieten automatisiertes Auslesen in ihren Bedingungen. Apify weist darauf hin, dass solche Klauseln vor allem dann greifen, wenn du ihnen bei der Registrierung aktiv zugestimmt hast. Ein gesperrtes Verkäuferkonto wäre für einen Händler teurer als jede Abmahnung.
Unsere Empfehlung für Händler: Produkt- und Preisdaten ohne Personenbezug sind der unkritische Teil. Bei Kontaktdaten gilt Datenminimierung, also nur sammeln, was du wirklich brauchst, und die Listen nicht ewig aufheben. Im Zweifel fragst du vor dem ersten großen Lauf deinen Anwalt, Apify sagt das in seinem Blog übrigens selbst.
Was Nutzer über Apify sagen
Die Bewertungen sind ungewöhnlich einheitlich. Auf Trustpilot steht Apify bei 4,8 von 5 aus 785 Bewertungen, 90 Prozent davon mit fünf Sternen, 510 Bewertungen kamen in den letzten zwölf Monaten dazu. Auf G2 liegt die Note bei 4,7 von 5, auf Product Hunt bei 5,0 aus zwölf Stimmen. Gelobt werden immer dieselben Dinge: die Auswahl an fertigen Actors, der schnelle Einstieg und stabile Läufe nach Zeitplan.
Die Kritik dreht sich fast ausschließlich ums Geld. „The one downside is cost“, schreibt ein Trustpilot-Nutzer, ein anderer wünscht sich mehr Transparenz, weil die Plattform ihm ungefragt einen teureren Scraper vorgeschlagen habe. Dazu kommen die Lernkurve für Nicht-Entwickler und die schwankende Qualität von Community-Actors, die nach einem Layout-Wechsel der Zielseite still stehen bleiben können. Trustpilot vermerkt außerdem, dass Apify auf negative Bewertungen nicht antwortet. Stand aller Zahlen: 11. Oktober 2026.
Apify im Vergleich zu Alternativen
Für die Tabelle haben wir die Preisseiten der Anbieter am 11. Oktober 2026 abgerufen und nur aufgenommen, was dort steht. Die Preisbasis unterscheidet sich stark, deshalb vergleichen wir das Modell, nicht einen Monatspreis.
| Plattform | Kernfunktion | Datenquellen | Automatisierung | Preisbasis | Passt für |
|---|---|---|---|---|---|
| Apify | Marktplatz fertiger Scraper plus eigene Actors | 84.000+ Actors, praktisch jede große Website | Zeitpläne, API, Make, Zapier, n8n, MCP | Free mit 5 $, Starter 19 $/Monat, plus Nutzung und Actor-Preis | Händler mit wiederkehrendem Datenbedarf |
| Bright Data | Proxy-Netz und Scraper-API | Vorlagen für große Plattformen | API | Proxy ab 4 $/GB (Aktionspreis), Scraper-API 1,50 $ je 1.000 Datensätze | Teams mit Entwicklern und großem Volumen |
| Octoparse | No-Code-Desktop-Scraper | selbst per Klick definiert, Vorlagen | Zeitpläne in der Cloud ab Standard | Free, Standard ab 69 $/Monat jährlich | Nicht-Entwickler mit festen Monatskosten |
| Browse AI | No-Code-Roboter zum Überwachen von Seiten | beliebige Seiten, per Klick trainiert | Monitoring, Zapier, Sheets | Free, Personal 19 $, Professional 69 $/Monat | Preis- und Bestandsalarme ohne Technik |
| ScrapingBee | Entwickler-API für Seitenabrufe | beliebig, Auswertung selbst | API | ab 49 $/Monat für 250.000 Credits | eigene Skripte ohne Proxy-Ärger |
| Firecrawl | Crawl- und Extraktions-API für KI | beliebige Seiten, Ausgabe für LLMs | API, Agenten-Frameworks | Free, Hobby ab 16 $/Monat jährlich | KI-Projekte, RAG, Chatbots |
| Scrapy | Python-Framework, Open Source | beliebig, alles selbst gebaut | eigener Server | kostenlos, BSD-Lizenz | Entwickler mit Zeit und eigener Infrastruktur |
Kurz eingeordnet: Wer keine Zeile Code schreiben will und feste Monatskosten braucht, ist bei Octoparse oder Browse AI besser aufgehoben. Wer eigene Scraper betreibt und nur die Blockaden loswerden will, nimmt ScrapingBee, Zyte oder Bright Data. Apify sitzt dazwischen und ist die einzige der Plattformen mit einem echten Marktplatz, auf dem für fast jede Website schon ein fertiges Werkzeug liegt.
Worauf du vor der Entscheidung achten solltest
- Datenquelle prüfen: Gibt es im Store einen Actor von Apify selbst oder mit vielen Nutzern und aktueller Pflege für deine Zielseite?
- Kostenobergrenze setzen: Vor dem ersten großen Lauf ein Limit je Run eintragen und die Rechnung des Free-Plans eine Woche beobachten.
- Personenbezug klären: Firmendaten ja, private Profile nur mit Rechtsgrundlage und Datenminimierung. Auftragsverarbeitungsvertrag mit Apify abschließen, wenn personenbezogene Daten fließen.
- Zielort festlegen: Google Sheets, Make-Szenario oder Shopify-Preisregel. Ohne Weiterverarbeitung bleibt es eine Tabelle, die niemand liest.
- Englisch einplanen: Oberfläche, Doku und Support sind englischsprachig, einen deutschen Support gibt es nicht.
Unser Fazit zu Apify
Apify ist für Onlinehändler die vielseitigste Quelle für Web-Daten, die wir kennen, und für Produkt- und Preisdaten auch die unkomplizierteste: Actor wählen, Eingabe setzen, Ergebnis exportieren. Der Free-Plan reicht, um das an einem echten Fall auszuprobieren. Die Note von 4,0 spiegelt die Abzüge: Kosten, die bei Volumen schwer vorherzusagen sind, eine Oberfläche für Leute mit Tabellenerfahrung und Daten auf US-Servern. Wer das kennt und die Kostenobergrenze nutzt, bekommt ein Werkzeug, das Wettbewerbsbeobachtung von einer Wochenaufgabe zu einem Zeitplan macht.
Apify selbst ausprobieren
Lege einen Free-Account an, starte den E-Commerce Scraping Tool mit zehn Produkten deiner Wettbewerber und schau dir an, was in der Tabelle landet. Das kostet dich nichts außer zehn Minuten.
✓ 5 $ Nutzung im Monat gratis · ✓ keine Kreditkarte · ✓ Kostenlimit je Lauf einstellbar
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